Völkerrecht neu definiert
Israel bedroht und beschießt UNO-Stützpunkte und wir liefern Waffen.
Israel bedroht und beschießt UNO-Stützpunkte und wir liefern Waffen.
Nachdem also unsere Fahrt nach Bayern geplatzt war, überlegten wir, was wir mit dem langen Wochenende (wir hatten Freitag Urlaub genommen) anfangen. Und ja, wir haben ein Wohnmobil, dessen größter Vorteil ist: Reinsetzen und Losfahren, wohin auch immer. Also trödelten wir Donnerstag in der Wohnung rum, Purzelhase richtete die Küche ein, die dann doch schon letzte Woche vervollständigt wurde (Hallo Höffi, bei Euch nie wieder!). Am Freitag setzten wir uns dann in besagtes Fahrzeug und fuhren nach Buckow. Das lohnt immer. Da wir gestern Mittag ankamen, wollten wir unbedingt in die FischerKehle. Eine echt gute Gaststätte, die aber schwierige Küchenzeiten hat. Von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr. Wenn wir hier wandern, schaffen wir das nicht, wir kommen immer zu spät. Also gestern Mittag – wir waren kurz vor zwölf auf dem Wanderparkplatz, von hier sind es 1200m bis zur Fischerkehle. Kommen da an, steht doch eine Tafel draußen:“ Heute keine Küche“. Im Gespräch mit dem Betreiber hängten wir uns dann derart weit aus dem Fenster („hier schmeckt es immer richtig gut“[tut es tatsâchlich], „wir schaffen es nie, zu Küchenzeiten zu kommen“). Mit der Äußerung, daß wir morgen zum Essen kämen, blieb uns heute nichts anderes übrig. Wir tranken früh nur einen Kaffe, lasen ein bisschen destruktive Presse und standen um 11:35 Uhr vor der Tür der Fischerkehle. Es gab Saibling für zwei. Fantastisch! Es hat sich gelohnt und es gab Bier dazu.

Wie sind in Park Brahnitz in Cottbus und besuchen Familie Pückler. Als Erstes möchte ich mal mit der urbanen Legende aufräumen, Pückler hätte irgendetwas mit der Entstehung des nach ihm benannten Eises zu tun. Er hat es einfach nur gern gegessen. Das ist auch schon alles. Es war ein Hofkoch, der das Eis für das adelige Leckermaul Pückler zubereitete. Wer es dann schließlich Pücklereis oder Eis nach Pückler Art nannte, ist nicht sicher. Wahrscheinlich war es der Lebemann höchstselbst.
Der Park selbst ist immer ein lohnendes Ziel. Der Herbst schlägt sich am Boden, jedoch noch nicht Laubfärbung der Bäume nieder. Und auch das Schloss bleibt jedesmal aufs Neue spannend.
Ich hänge hier einfach die Impressionen ran.
Die ticken nicht richtig! Der RE1 von Erkner nach Friedrichst. fährt seit Wochen nicht. In der vorletzten Woche fiel die S3 von Erkner in die Stadt für 2 Tage aus und man bräuchte 2 Stunden nach Mitte. Und den Purzelhasen mußte ich letzte Woche mit dem Auto abholen, weil die S3 ausfiel. Und ich bin gerade in der Wuhlheide gestrandet. Hier geht nichts mehr. Wie kann man eine Stadt so runter wirtschaften? Und Euch Flitzpiepen, die ihr alles immer aufgeschoben habt soll ich wählen?
Hier gibt es nicht mal eine Bahnhofskneipe.
Im Schlepptau der terroristischen Anschläge und unter Verweis auf Kindesmißbrauch plant Innenministerin Frau Faeser die Übetwachung von einfach allem. Nur um nicht falsch verstanden zu werden, beides ist widerlich (und es ist ansich schon zweifelhaft, daß ich das hier erwähnen muß), aber es rechtfertigt nicht die Überwachung von allem und jedem, der sich ins Internet begibt. Ich selbst nutze wann immer es geht inzwischen den TorBrowser. Damit ist die Überwachung zwar nicht unmöglich, aber deutlich schwerer. Der Knaller ist, daß ich aus dem Blog sämtliche Fotos entfernt habe, die zur biometrischen Erkennung verwendet werden können. Denn laut Heise.de (https://www.heise.de/news/Solingen-Polizei-soll-Gesichts-und-Stimmerkennung-im-Netz-durchfuehren-9690314.html) plant die Regierung, die heute noch ehemalige Stasimitarbeiter verfolgt, die Extraktion sämtlicher Bilder und Videos, die zur biometrischen Erkennung genutzt werden können. Zumindest in den sozialen Medien. Ich selbst nutze weder Meta, noch sonst irgend ein anderes soziales Medium. Nur diesen Blog ( eigentlich müßte es „dieses“ heißen). Aber ich gehe davon aus, daß die Sozialen Medien nur der erste Schritt sind. Die anlaßlose Datenspeicherung wird auf die ein oder andere Weise ebenfalls kommen. Lassen wir noch 5 Jahre vergehen. Es kann nicht angehen, daß mein Handy und meine Kommunikation gescannt werden. Auch das ist jedoch der Plan. Ich habe nichts verbrochen und auch nicht vor, es zu tun. Die Überwachung soll bei Verdacht auf eine Straftat nach Paragraf 100a StPO genutzt werden können. In dem Paragraphen ( https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__100a.html) steht quasi alles drin, was mir als Normalsterblichem zum Thema Kriminalität einfällt. Im Absatz 1 heißt es unter Punt 3 des Paragraphen, daß die Telekommunikation auch ohne Wissen des Betroffenen überwacht und aufgezeichnet werden kann, wenn „die Erforschung des Sachverhalts oder die Ermittlung des Aufenthaltsortes des Beschuldigten auf andere Weise wesentlich erschwert oder aussichtslos wäre.“ Streng genommen reicht nach dieser Formulierung eine überlastete Polizei, der schlicht die Leute fehlen, um auf andere Weise aufzuklären.
Ist das die Freiheit, von der Ihr mir immer erzählt? Ist das die Freiheit, die es lohnt, verteidigt zu werden?
Auch denke ich nicht, daß das das Ende der Fahnenstange ist. Denn spinnen wir doch den Faden mal weiter. Wenn man Pädophile erwischt, die sich Mißbrauchsbilder schicken, ist das Kind noch nicht gerettet, denn der Mißbrauch ist geschehen. Wenn man das Kind retten will, bleibt nur der nächste logische Schritt. Eine Überwachungskamera in jeden Wohnwagen, in jeden Keller, in jedes Schlafzimmer und auch in jedes Kinderzimmer. Diese streamt live in eine Zentrale, wo der Stream von KI ausgewertet wird und zur Verifizierung selbstverständlich auch den Mitarbeitern zur Verfügung steht.
Und um es ganz klar zu sagen. Daten, die einmal vorhanden sind, verschwinden nicht mehr. Denn Speicherplatz ist heutzutage kein Problem mehr. Das Problem liegt in den Kapazitäten zur Auswertung.
Wollen wir das wirklich?
Beim Hoffest des regierenden Bürgermeisters von Berlin spielte der DJ das Lied L’Armour toujours von von Gigi D’Agostino und das führte zum Eklat. Es ist korrekt, daß das Lied umgedichtet wurde umd mit ausländerfeindlichen Texten unterlegt wurde. Aber da kann das Lied nichts dafür. Für viel problematischer halte ich das Signal, das ausgesandt wird. Dichte ein Lied um, und es kann nicht mehr gespielt werden. Ich erinnere an Michael Kühnen. Das war ein Neomazi der 90er Jahre des letzten Jahunderts. Er drohte, als es um den „deutschen Gruß“ ging, zukünftig ein Stoppschild aus den Straßenverkehr als Symbol der Neonazis zu verwenden. Ich stelle mir vor, wie sämtliche Songs der Helene Fischer, sämtliche Songs des Roland Kaiser, sâmtliche Songs des Howard Carpendale usw. mit Nazitexten unterlegt werden. Und schon hätte Frau Göhring-Eckardt von den Grünen recht, wenn sie behauptet, die AFD würde der Oma die Schlagerparade wegnehmen. Allerdings wäre es letztendlich die Gesellschaft und nicht die AFD.
Wir stehen im Hafen von Helsinki und warten auf die Fähre. Die hat Verspätung. Der Himmel zeigt nicht eine Wolke, es sind 23°C. Das sieht aus, wie das Versprechen: Nie wieder Schnee und immer angenehme 23°C. Irgendwie haben wir das Gefühl, man wolle uns nicht ziehen lassen.
Und vor uns steht ein Augsburger, der offensichtlich fest entschlossen ist, seine Maschine die nächsten 3 Stunden laufen zu lassen, damit die Klimaanlage arbeitet. Es gab schon lange keine PoT-Auszeichnung mehr. Aber das ist mir eine wert.
Porvoo ist ein kleiner Ort in der Nähe von Helsinki. Das Besondere ist das alte Viertel mit Holzhäusern vom Ende des 19. und Anfang des 20. JH. Es ist nicht ganz so gigantisch wie Bergen in Norwegen, aber hübsch. Typisch finnisch – unaufgeregt und unspektakulär. Lohnt sich aber. Eigentlich wollten wir den Ort schon zum Start der Reise besuchen, aber es regnete zu dem Zeitpunkt in Strömen. Daher nahmen wir heute dem Dampfer „J. L. Runeberg“. Johan Ludvig Runeberg (1804 – 1877) war ein Schriftsteller und gilt als der Nationaldichter Finnlands. Er lebte, lehrte und liebte in Porvoo (8 Kinder) und wurde auch in Porvoo beigesetzt. Alles zu schwedischer Zeit. Und er war auch Ehrenmitglied der Petersburger Akademie der Wissenschaften. Es gibt Törtchen und einen Preis, die nach ihm benannt sind. Der Dampfer, mit dem wir unterwegs waren, ist fast so alt wie Runeberg. Gebaut 1912.
Die Stadt selbst ist malerisch und auch schnell (wenn auch mühsam wegen des Pflasters) erlaufen. Wenn man mehr Zeit hat, weil man nicht an die Abfahrt des Dampfers gebunden ist, kann man in supersüßen Kaffees unzählige Runebergtörtchen essen.


Wir waren heute im Tierpark von Helsinki. Es ist der älteste und größte Finnlands, gegründet 1889. Er ist wie Finnland – angenehm unaufgeregt. Und für unsere Verhältnisse klein. Witzigerweise ist auch hier schon Winter. Bis auf eine Selbstbedienungsrestauration hat alles zu. Was jedoch schwerer wiegt, es gibt keine Elche! Sie sind zwar ausgeschildert, aber keine da. Ich sag ja, es ist ein Fabelwesen und es gibt die Biester gar nicht.





Aber ich bekomm keines der Videos hochgeladen 🤮
Doch jetzt!
Wir verließen vorgestern Savonlinna und fuhren nach Lusto. Hier gibt es ein Forstmuseum umd mir fiel ertsmals die Wortähnlickeit zwischen dem englischen Forrest und dem deutschen Forst auf. Denn die Erklärungen sind in Finnisch und Englisch. In dem Museum wird versucht, zu erklären, woher die Lust der Finnen nach “ Draußen“ kommt. Und das klappt ganz gut. In Finnland mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern gibt es ca. 500.000 Mökkis. Das sind Ferienhäuser draußen im Wald. Und dahin zieht es jeden Finnen am Wochenende. Sie gehen wie die Verrückten Amgeln ( es sei an die Eisstation erinnert) oder Jagen. Oder sie genießen einfach den Wald.



Wir übernachteten auf dem Parkplatz vor dem Museum. In Finnland kein Problem, zu Hause hätte wohl das Ordnungsamt oder die Polizei geklopft.
In der Nähe steht mit 47,3 m auch der höchste Baum Finnlands. Es ist eine Pinienart.


Dann ging es heute weiter zur größten Holzkirche der Welt. Nach Kerimäki. Sie hat 3700 Sitzplätze und faßt insgesamt 5000 Menschen. Wie uns ein Mitarbeiter erzählte, kommen heute noch ca. 70 Menschen zur Messe. Er sagte, die Zeiten ändern sich.



Jetzt stehen wir auf einem Wanderparkplatz an einen Vogelschutzgebiet namens Siikalahti.

















Ich habe heute ein geiles Dienstfahrzeug gesehen. Wir kommen an eine Feuerstelle, an der ein Mann schon sitzt und gerade gegessen hatte. Wir setzen uns dazu und schwatzen kurz. Dann steht er auf und sagt, er müsse noch ein wenig arbeiten. Schwingt sich auf sein Skidoo und fährt los. Er war Mitarbeiter der Foratbehörde und das Ding ist sein Dienstfahrzeug. Geil!


Über den Tag in Iisalmi, wo wir vorgestern waren, müssen wir nicht reden. Es ist eine typisch finnische Stadt, bei der ein Deutscher nicht mal das Gefühl bekommt, in einer Stadt zu sein. Für uns ist es eine Ansammlung von Häuser, Supermärkten und ein paar anderen Läden.
Gestern waren wir in Mustinmäki. Dasist ein totales Dorf und dort gibt es eine Schlucht zwischen 20 m hohen Felsen. Das Ganze ist aber nur 200 m lang. Geformt wurde die Landschaft während der letzten Eiszeit vor ca. 13000 Jahren. Viel spannender war aber, daß wir 5G hatten, aber kein Internet. Bzw. war die Verbindungsgeschwindigkeit so langsam, daß nichts funktionierte. Da fällt mir Christian Lindner von der FDP ein, der forderte, daß wir überall 5G-Geschwindigkeit brauchen. Hallo Herr Lindner, kurz zum Verständnis. 5G ist eine Technologie und keine Geschwindigkeit. 5G kann man auch mit ISDN-Geschwindigkeit realisieren.

Jetzt sind wir in Orvi. Der Campingplatz hier überraschte mich heute auf Nachfrage mit der Mitteilung, daß derzeit keine Chemieklos entleert werden können. Na super! Deswegen haben wir den Campingplatz hier eigentlich angelaufen. Aber wir werden hinkommen.
Nichts desto trotz geht es morgen mit einem Charterboot auf die Insel Linnansaari. Die Insel ist nicht mehr bewohnt. Man kann sich aber das alte Bauerngehöft ansehen und es gibt einen Wanderweg rund rum. Und natürlich gibt es Grillhütten -:). Das ganze gehört zur Saimaa-Seengruppe.



