Ich muß mich doch mal zu Timmy äußern
Leider kann ich die Diskussionen in den sozialen Netzwerken nicht live miterleben. Mir muß reichen, was die anderen Medien dazu bringen. Um vieles kommt man aber auch bei n-tv, Spiegel, Berliner Zeitung u.ä. nicht drumherum. So auch um Timmy, den Wal, der in der Ostsee vor Wismar gestrandet ist. Bisher fand ich es eigentlich nur amüsant, zu lesen, daß irgendwie jeder offensichtlich Experte ist. Dr. Google und Prof. Youtube halt
. Ich bin aufgrund meiner in vielen Fällen recht pragmatischen Einstellung durchaus der Meinung, daß man Tiere, die keine Chance mehr haben und wahrscheinlich auch Schmerzen, durchaus erlösen sollte. Das gilt übrigens aus meiner Sicht auch für Menschen, sofern sie das wünschen. Tiere kann man leider nicht fragen. Wie ich nun Spiegel, n-tv oder auch der Berliner Zeitung entnehmen kann, ergießt sich ein gewaschener Shitstorm über Leute, die Ahnung haben, von Leuten, die keine Ahnung, aber eine Meinung oder einen Standpunkt haben. Bis hierher hätte ich mich nicht zu Wort gemeldet, denn das scheint inzwischen normal zu sein. Jetzt kommt aber ein neuer Drive hinzu. Nachdem die Landesregierung McPom eigentlich beschlossen hatte, den Wal in Ruhe sterben zu lassen, weil Experten (solche, die Ahnung haben) sagten, er wäre nicht mehr zu retten, bot sich jetzt eine private Initiative an, einen weiteren Versuch zur Rettung des Tieres zu unternehmen. Und dieses Ansinnen wurde genehmigt. Das, finde ich, hat Größe. Denn man stelle sich vor, diese neue Initiative schafft es und rettet den Wal! Im Zentrum des darauf folgenden Shitstorms von allen, die es schon immer besser wußten, möchte ich nicht stehen. Aber McPom´s Umweltminister Till Backhaus riskiert es, läßt es darauf ankommen. Respect!
Neues testen
Wir stehen in Netzen. Mit einem gemieteten „Wohnmobil“. Es ist ein Test. Wir stoßen mit unserem eigenen Womo immer öfter an Grenzen, was die Wege betrifft. In Island waren einige Ziele nicht erreichbar, weil ich sagte:“ Das Auto ist für diese Schotterpiste nicht gemacht“. Wann immer es stark regnete, weigerte ich mich, Waldwege zu nehmen, aus Angst, mich festzufahren. Daher existiert der Wunsch nach einem halbwegs geländegängigen Fahrzeug schon länger, eigentlich entstan er in ersten Ansätzen in Island. Denn hier waren bestimmte Strecken für uns schlicht verboten.

Auch in Finnland und in Norwegen stießen wir an Grenzen. Wenn man nun aber nicht mit einem LKW, wie z.B. einem Unimog (Universalmotorgerät von Daimler – total geiles Fahrzeug) losfahren möchte oder kann (teuer und groß), wird die Auswahl recht klein. Erschwerend kommt hinzu, daß unser PKW ( Citroen Berlingo) auch schon 18 Jahre alt ist und auch hier perspektivisch etwas Neues ins Auge gefaßt werden muß. Dann landet man am Ender der Überlegung schnell bei Wohnmobilabsatzkabinen auf einem Geländewagen. Also beschlossen wir, eine Kabine des Herstellers Tischer auf einem Ford Ranger zu mieten und zu testen. Spoiler: es wird in jedem Fall ein Kompromiss. Den soviel Platz, wie in unserem jetzigen werden wir auf ca. 6m Länge nie wieder finden. Das war uns aber vorab klar. Den Heizungstest hat die Kabine bereits bestanden, den Schlaftest auch. Beim Platztest sind wir noch unentschlossen. Den Geländetest fürs Auto gibt es morgen. Wir werden einen Feldweg nehmen, den ich nicht mal mit dem Berlingo nehmen wurde, und absolut nicht mit unserem Womo.


Kofferpacken
Wie geplant machten wir heute Ponta Delgada noch einmal unsicher.
Die Stadt hat 4 Garten, die alle einfach schön sind.



Und jetzt sind wir beim Packen. Mir wurde gerade ganz schlecht. Ich habe nicht mal eine Mütze dabei, von Winterstiefeln ganz zu schweigen. Wer rechnet denn in Zeiten des Klimawandels mit Schneeverwehungen und minus 7°C in Berlin?
Letzter Tag
Wir machen die Gärten von Ponta Delgada noch einmal unsicher.

Und auf morgen bin ich nach Lektüre des Wetterberichtes echt gespannt. Werden wir in Berlin, Köln-Bonn oder Leipzig stranden? Oder kommen wir schon aus Lissabon nicht weg. Schaumwemal.
Die Azoren
Wir dachten uns, wir fahren mal nicht mit dem Womo los, sondern mal irgendwohin, wo man einem das Frühstück macht. Also Brainstorming (Durcheinanderreden) abgehalten. Und dann sagte einer von uns, er würde sich gern mal angucken, wo das Azorenhoch herkommt. Gesagt, getan. Meine Lieblingsfrau schmiß erst das Handy an, dann den Laptop und buchte uns eine Reise auf die Azoren. Und da sind wir nun in Capelas auf der Ilha de São Miguel. Der Ort war mal ein Fischerdorf und wurde offensichtlich mit Walfang reich. Das ging von ca. 1880 bis 1974. Da machte die letzte Fabrik zur Walverarbeitung zu. Der Walfang selbst ist seit 1972 verboten. Davon hat sich der Ort nie erholt. So zumindest ist unser Eindruck nach der heutigen Runde. Es dominiert Leerstand und Verfall. Es gibt 2 Supermärkte, wobei zumindest der, in dem wir heute waren ein riesiges Sortiment von Alles hat. Von A, wie alles vom Fisch, bis Z, wie Zimmermannsaxt. Außer zweier Apotheken und einem Gartenmarkt sahen wir nichts weiter. Wir sahen auch nur 2 Hotels (unseres ist da mitgerechnet) und einen Barbershop! Nichts deutet darauf hin, daß wir außerhalb der Touristenzeit hier sind. Denn es gibt keine Orte/Läden oder sonst was, die sich, ähnlich unseren Ostseeorten, in der Reserve halten und dann die Touris abkassieren könnten, wenn diese zur Saison einfallen. Aber uns gefällts! Außer zu Fuß im Ort unterwegs sein. Bürgersteige sind eine neumodische Erfindung und daher quasi nicht vorhanden, die Straßen schmal. Da hat man schon manchmal das Gefühl, der Fahrzeugführer ist nicht ganz dicht, so dicht, wie er an einem vorbeifährt.






Es wird Winter
Das bedeutet, die Wassertanks in Boot und WoMo müssen geleert werden. Zuerst kommt das Womo dran. Streng genommen kann man das auf der Straße über einem Gulli machen, denn der Schmutz- oder Grauwassertank enthält lediglich nomales Haushaltsabwasser. Aber ich habe immer ein wenig Angst, daß ein allwissender Obergrüner vorbei kommt und ein Fass- bzw. eine Diskussion aufmacht, weil er definitv weiß, daß ich gerade meine Chemietoilette auf die Straße kippe. Das muß ich nicht haben. Außerdem war Superwetter angesagt. Daher habe ich mich nach Schwante zur Bäckerei Plenz aufgemacht. Hier kann man Superbackwaren kaufen (oder auch super Backwaren kaufen), man kann wandern (habe ich gemacht), der Bäcker betreibt einen WoMo-Stellplatz und es gibt eine Entsorgungsstation für WoMo’s. Normalerweise kann man bei Plenz auch Strammen Max essen – hat heute nicht geklappt.

Neben mir steht einer mit einem WoMo, welches er die ganze Zeit putzte. Nie um einen intelligenten und lustigen Spruch verlegen, sage ich beim Aussteigen, als ich zm Bäcker wollte:“ Meiner muß vor allen Dingen obenrum gemacht werden.“. Sagt der doch bierernst, auf den intelligenten Spruch hätte er schon gewartet. Und wenn ich ihm die Zeit ersetzen würde …. . Als ich von Bäcker zurückkam (er war immer noch am Putzen, was eigentlich in der gesamten BRD außerhalb von Waschstationen verboten ist), sagten wir beide nichts und lächelten auch nicht. Naja, ich muß wenigstens nicht befürchten, er sei gesellig und käme abends auf ein Bier rüber. Denn das kann ich gar nicht leiden.
So, sie wohnt jetzt scheinbar bei uns
Überraschung zu Hause
Schlaue Tiere
Die Bahn
Wir verbringen Weihnachten in der Wohnung meiner Schwägerin in Zinnowitz. Hier sitzen wir in Decken gekuschelt in bequemen Sesseln und lesen oder schalten die Guckmaschine an. Manchmal sitzen wir auch nicht im Sessel, sondern laufen am Strand rum. Heute allerdings lasen wir viel und ich stolperte beim lesen auf n-tv über einen bemerkenswerten Bericht zur Bahn (https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bahnchef-Wer-spontan-bucht-muss-mehr-bezahlen-article25448543.html). Da wird doch der Bahnchef Herr Lutz bezüglich der hohen Bahnpreise um die Weihnachtszeit folgendermaßen zitiert :“ Die Steuerung der Nachfrage ist wichtig, damit gerade zu Weihnachten die Züge möglichst gleichmäßig ausgelastet sind“ . Und über den Preis könne man die Nachfrage halt steuern.
Ich glaube, Herr Lutz spürt die Erschütterungen nicht. Er versucht letztendlich, mit den hohen Preisen Leute von der Nutzung der Bahn abzuhalten. Das sollte doch wohl nicht der Plan sein. Der Plan sollte sein, Leute zu ermuntern, die Bahn zu nutzen. Und zwar auch dann, wenn man sich nicht 12 Monate vorher ein Ticket gekauft hat. Und bei erhöhter Nachfrage sollte man zusätzliche Züge einsetzen. Geht ja schließlich zu Fußballweltmeisterschaften auch. So wird eine Verkehrswende draus.
Wir sind froh, daß wir das Auto nahmen.
Teupitz im Herbst
Gewitter im Anmarsch
Nicht nur der Wald stirbt
Die Familie Mayer mußte bereits heute nach Hause aufbrechen. Wir haben noch bis morgen. Den Tag heute nutzten wir, uns den Ort Altenau genauer anzusehen. Den Weg in den Ort nahmen wir durch den Wald, der stirbt. Der Ort auch. Der Purzelhase guckte nach: Altenau hat zwischen 1990 und 2018 ca. 26 % der Bevölkerung verloren. Und es sind üblicherweise nicht die Alten, die gehen. Und so sieht der Ort dann auch aus. Er stirbt, genau wie der Wald. Es gibt auch keinen Schnee mehr. In den letzten 12 Monaten lag die durchschnittliche monatliche Schneehöhe bei 0 cm. Ende November 2023 schneite mal 0,6883 cm. Kein Quatsch!






Nch einem Schnack mit einer Servickraft im „Imbiss zur Rast“ ging die Geschichte mit dem Borkenkäfer vor ca. 2 Jahen los. Das wirtschaftliche Genick der Region brach aber wohl vorher Corona.
Wann ist ein Krieg völkerrechtswidrig? Und wann die Verteidigung des Angegriffenen?
Am 24.02.2022 griff Russland die Ukraine an. Der Angriff war Völkerrechtswidrig – keine Diskussion. Zumindest nach den Standards, die das Völkerrecht vorsieht. Und das Völkerrecht sieht für alle die gleichen Standards vor. Denn so ist Recht in einer Demokratie beschaffen. Das gilt für Alle. Das Völkerrecht gilt auch für den Irak, der im Jahr 2003 brutal und völkerrechtswidrig von den Vereinigten Staaten von Amerika und ihrer Koalition der Willigen angegriffen wurde. Das war im Jahr 2003 und hat einzelne Grüne inspiriert, an Anti-Kriegs-Demos teilzunehmen. Mehr aber auch nicht. Ich kann mich nicht erinnern, daß nach Sanktionen für die Vereinigten Staaten von Amerika (von Gottes Gnaden?) von irgendeinem namhaften Grünen gerufen wurde.
Ich glaube nicht, daß es um Völkerrecht geht. Denn sonst hätten wir den Irak mit exakt den gleichen Mittel verteidigt, wie wir es mit der Ukraine tun. Natürlich ist es möglich, daß der Iraker an sich nicht so viel wert ist, wie der Ukrainer. Das würde sich auch daran zeigen, daß Ukrainer Flüchtlinge anderer Güteklasse wären. Also z.B. daß vor dem Krieg geflüchtete Ukrainer hierzulande einen anderen Status bekommen, als vor dem Krieg geflüchtete Afghanen. Die haben für das Kriegskommando der Bundeswehr gearbeitet. Wir sind nicht in der Lage, unsere Hilfskräfte, die hier Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz bekommen würden, raus zu holen!!! Aber ukrainische Flüchtlinge bekommen von Anfang an Leistungen nach dem ALG II. Damit schafft man ein 2-Klassen-System für Flüchtlinge.
Gerade auf unserer Terrasse gefunden 🤔
Verschobener Umzug
Heute sollte eigentlich der Umzug raus aus Berlin Mitte stattfinden. Aber der Purzelhase hat Corona und auch ich kränkle vor mich hin, weshalb die Aktion verschoben wurde. Selbstverständlich gegen Aufpreis 😤.
Hier aber dennoch die Argumente in Bildern, warum wir weg wollen.







Die Unstrut und Naumburg auf dem Rückweg
Gestern waren wir noch an der Unstrut unterwegs. Ein Bergauf- Bergab wollten wir (ich) nicht. Auch wollten wir uns ein Stück Fluß im Hochwasser ansehen. Im Gegensatz zum Ankunftstag waren die Wasserstände bereits deutlich gesunken. Schleusen jedoch immer noch abgesoffen.


Selbstverständlich waren wir bei Rotkäppchen shoppen. Ist ja bald Sylvester.



Naumburg
Wir waren vor Unzeiten schon einmal in Naumbur. Da hatten wir noch ein gemietetes Womo und sahen uns nur den Dom und dessen Umgebung an. Heute, auf dem Rückweg aus Freyburg wollte Purzelhase sich die Figurenschnitzerei (Krippenfiguren) um Christi Geburt von Stefan Hutter. Es lohnt sich. Die Ausstellung läuft noch bis zum 06.01.2024. Sofern man keine Führung möchte, ist der Besuch kostenlos. Und irgendwie ist das Ganze fürchterlich aktuell. Betlehem, wo der Stall steht, liegt nicht im Gazastreifen, aber im Westjordanland. Es gehört den Palästinensern. Schaumermal.


Und zum Schluß die Bekloppten dieser Welt, gefunden in Naumburg


Berlin Mitte
Ome. Die Stadtentwicklung sah in den letzten 20 Jahren Billighotels und Späti’s vor. Das Ergebnis ist, daß wir aus Mitte wegziehen und die Wohnung hier meistbietend vermieten müssen, um uns die Miete am Stadtrand leisten zu können. Denn wir haben keine Lust, der zunehmenden Verwahrlosung der Stadtmitte weiterhin beizuwohnen. War das echt der Plan lieber Senat. Liebe Sozis, die ihr so tut, als sei das Problem mit dem fehlenden Wohnraum erst seit September 2023 bekannt. Ihr habt seit den 2000er Jahren Unsinn genehmigt. Aber das Tempelhofer Feld bebauen wollen. Und die CDU ist hier nicht besser. Denn ihr hättet als Opposition die Roten und Grünen auch zu mehr Wohnungen treiben können. Aber irgendwie war das Geld wohl alle, nachdem der Flughafen fertig war

Gehts noch?
Wir stehen inzwischen mit dem Wohnmobil in Teupitz. Von Storkow aus ging es mit einer Nacht Unterbrechung in Blossin nach Zeuthen zurück. Da kamen wir am Donnerstag an und wetterten mit Baumarktbesuch den Regen am Freitag ab. Es muß am Boot etwas getan werden, dafür besorgten wir das Material. Z.B. Lack und Silikon.
Zu einem Bootsurlaub gehört für mich aber Teupitz schlicht dazu. Mit dem Boot nach Teupitz müßten wir aber durch die Klappbrücke in Groß Köris durch – und die wird gerade neu gebaut. Ist also gesperrt. Daher wurde es das Wohnmobil, mit dem wir nach Teupitz fuhren. Hier gehört natürlich ein Besuch bei Ulli in der Linde dazu (heute gleich erledigt, denn Ulli hat Sonntag, Montag und Dienstag Ruhetag) und wir werden am Montag ein kleines Boot bei Hans dem Hafenmeister mieten. Dann machen wir den See mit einem hochmotorisierten Angelboot unsicher.
Und jetzt mal zu „Gehts noch?“. Auf dem Weg zu Ulli fanden wir im Wald neben dem Weg das hier:

Es kann doch wohl nicht sein, daß sich irgendein Spast die Maschine ins Auto läd, um sie im Wald abzuladen. Denn rein zufällig hat man soetwas nur extrem selten dabei. Und wenn doch, ist die Chance, es unbemerkt zu verlieren wohl vergleichbar mit einem zweier bei 3 aus 168 im Lotto. Das ist ein PoTA (Penner on Tour Award).
Der Purzelhase hat den Müll in der App „Müllweg!de“ gemeldet. Mal sehen, was passiert. Denn der ursprüngliche Plan, das Ding zu Fuß und händisch aus dem Wald zu schleppen war Quatsch.


























