Penner on Tour Award an mich selbst
Wie Ihr ja wißt, war ich letzte Woche in Mallnow, Mitten in der Pampa und es war kalt. Also nicht im Auto, sondern draußen. Es hatte knapp an die 7°C minus. Als ich mich am Sonntag auf den Weg machen wollte, hatte es immer noch 2,5°C minus und die ganze Nacht kam der Wind von vorn, stand also auf den Motorblock. Fakt ist, das Auto sprang nicht an. Ich rödelte eine ganze Weile herum, starten ging nicht. Hatte schon den ADAC angerufen. Irgendwann startete das Auto dann doch. Und ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, als würde mir das Auto zuraunen:” Ey Trottel, tank gefälligst Winterdiesel!”.
Heute nun mußte ich zum Boot, weil dort noch der Teppich vom Achterdeck geholt werden mußte. Und siehe da, bei 7°C plus sprang das Fahrzeug ohne Murren an. Also war tatsächlich der “falsche” Diesel das Problem. Denn zuvor hatte ich das letzte Mal im September getankt. Das war also Sommerdiesel, der bis max. 10°C minus funktioniert. Daher dann heute noch kurz an der Tanke gewesen und 2/3 Winterdiesel eingefüllt. Mein Gott, an was man alles denken muß!
Also der POTA geht ganz klar an mich.
Laut ADAC gibt es Winterdiesel ab Mitte November bis Mitte Februar standardmäßig an Tankstellen.
Mein Gott, was für ein Wetter
Ich stehe mit dem Womo in Mallnow fast an der Oder. Draußen sind es derzeit minus 1,7°C, die Nacht waren es minus 4,5°C. Das Auto mußte mal bewegt werden und ich auch 😁. Nachdem sich der Nebel heute gegen Mittag verzog, war es absolut geniales Wetter. Kalt aber klare Luft. Ideal zum Wandern, was ich dann auch 18 km weit tat.


Es wird Winter
Das bedeutet, die Wassertanks in Boot und WoMo müssen geleert werden. Zuerst kommt das Womo dran. Streng genommen kann man das auf der Straße über einem Gulli machen, denn der Schmutz- oder Grauwassertank enthält lediglich nomales Haushaltsabwasser. Aber ich habe immer ein wenig Angst, daß ein allwissender Obergrüner vorbei kommt und ein Fass- bzw. eine Diskussion aufmacht, weil er definitv weiß, daß ich gerade meine Chemietoilette auf die Straße kippe. Das muß ich nicht haben. Außerdem war Superwetter angesagt. Daher habe ich mich nach Schwante zur Bäckerei Plenz aufgemacht. Hier kann man Superbackwaren kaufen (oder auch super Backwaren kaufen), man kann wandern (habe ich gemacht), der Bäcker betreibt einen WoMo-Stellplatz und es gibt eine Entsorgungsstation für WoMo’s. Normalerweise kann man bei Plenz auch Strammen Max essen – hat heute nicht geklappt.

Neben mir steht einer mit einem WoMo, welches er die ganze Zeit putzte. Nie um einen intelligenten und lustigen Spruch verlegen, sage ich beim Aussteigen, als ich zm Bäcker wollte:“ Meiner muß vor allen Dingen obenrum gemacht werden.“. Sagt der doch bierernst, auf den intelligenten Spruch hätte er schon gewartet. Und wenn ich ihm die Zeit ersetzen würde …. . Als ich von Bäcker zurückkam (er war immer noch am Putzen, was eigentlich in der gesamten BRD außerhalb von Waschstationen verboten ist), sagten wir beide nichts und lächelten auch nicht. Naja, ich muß wenigstens nicht befürchten, er sei gesellig und käme abends auf ein Bier rüber. Denn das kann ich gar nicht leiden.
So ein Rotz
Ich hatte die ganze letzte Woche eine ordentlich Erkältung. Habe mich also Montag und Dienstag ins Bett gelegt, aber den Rest der Woche mithilfe von Aspirin Complex gearbeitet. Freitag sah es gut aus und daher setzten wir uns ins Womo und fuhren in den Wildpark Schorfheide.
Der Samstag war herrlich. Es war Superwetter, man konnte gut sehen, der Park war nicht überlaufen. Die Soljanka in der kleinen Gastronomie kann ich nur wärmstens empfehlen.


Und heute schlug mein Rotz wieder voll zu. Wir verzichteten auf eine Wanderung und ich schreibe diese Zeilen in meinem Bett.
Ome
Der Rhein
Wir sitzen am Rhein und haben eine weitere Stadt gefunden, die man nicht besuchen muß. Düsseldorf!
Es ist Caravanmesse und diesmal sind wir nicht mit dem Womo da, sondern mit dem Auto. Denn hiernach geht es weiter nach Österreich. Die Mayers nehmen dort an der Weltmeisterschaft im E-Mountenbike für jedermann Teil.
Mein Gott, ist Brandenburg ein schönes Land!
Sind wieder im Land – ungern
Rückkehr
Letzter Tag
Wir verbrachten einen letzten spannenden Tag in Helsinki. Dabei stellten wir fest, daß wir die Stadt trotz der relativ kleinen Ausmaße noch lange nicht kennen. Nicht schlimm -bleibt noch was fürs nächste Jahr 😃.





Eine Begebenheit gab uns noch zu denken. Auf dem Weg zur Metro sahen wir auf der anderen Straßenseite einen Volt-Fahrer (Essenslieferant auf dem Fahrrad). Der mußte dringend auf die Toilette und erkor dafür eine öffentliche. Er zwängte sich mit seinem riesigen würfelförmigen Rucksack hinein (da passe ich mit Fotorucksack kaum rein). Sein Fahrrad mußte draußen bleiben. An diesem war am Lenker ein kleinerer Rucksack, wahrscheinlich mit persönlicher Habe befestigt. Kommt doch ein anderer Kerl daher und will sich über den kleinen Rucksack hermachen! Ich brülle quer über die Straße, ob das seins sei. Keine Reaktion. Noch einmal:“ Is it your’s?“ Daraufhin verzieht er sich schnelleren Schrittes. Hat doch eine arme Sau versucht, eine andere arme Sau zu beklauen!. Uns fällt eh auf, daß in der Stadt deutlich mehr Sicherheitskräfte unterwegs sind, als bei früheren Reisen. Vor allen Dingen in der Metro. Die Jungs sind mit stichfesten Westen angezogen. Schaumermal, wo das noch hinführt.
Helsinki
Regen
Die letzten 3 Tage regnete es. Daher ist nichts weiter passiert. Einen von diesen 3 Tagen verbrachten wir vollständig auf einem Parkplatz. Lesend und Videos guckend.
Jetzt sind wir in Helsinki angekommen, shoppen noch kurz und dann geht es bis Freitag auf den Campingplatz. Und ab morgen soll das Wetter super werden. Das bedeutet dann: Rumlungern am Hafen 😀.
Tampere
Heute Nacht hatten wir mit 8 bft ziemlich Sturm. Und wir stehen unter alten Bäumen des Campingplatzes. Aber alles ging gut. Es landeten nur KLEINE Äste auf unserer Behausung. Immer noch besser, als nicht mehr vom Stellplatz zu kommen. Denn heute morgen mußte ein weiteres Mobil aus einem Schlammloch gezogen werden.
Schließlich schnappten wir uns die Räder und fuhren nach Tampere rein.
Die Stadt ist tatsächlich nicht so hässlich wie andere finnische Städte. Aber wirklich hübsch geht anders. Eigentlich wollten wir ins Lenin-Museum. Das war eine Hommage an Wladimir und Josef Stalin, der auch drin vorkam. Lenin war ein Befürworter der Unabhängigkeit Finnlands. Irgendwann verschwand Stalin und im letzten Jahr, nach dem Nato-Beitritt Finnlnds, das ganze Museum. Es wurde ersetzt durch das Museum über Finnisch-Russische Beziehungen. Was für ein Machwerk. Es erinnerte mich fatal an von Westdeutschen gestaltete Ausstellungen über die DDR. Nur, daß dieses Museum 10 Euro Eintritt kostet. Ossis dürfen in Ausstellungen über die DDR normalerweise kostenlos. Fakt ist, daß die Imperialisten im Osten und insbesondere der Sowjetunion saßen. Schon immer.





Uns geht es gut
Wir haben die letzten beiden Nächte im Laivonmäki Nationalpark verbracht. Es war wie üblich nicht spektakulär aber gigantisch. Wir stellen immer wieder erstaunt fest, daß man eine irre Kulisse gar nicht braucht. es reicht Natur satt.


Heute war dann den ganzen Tag Regen angesagt und so kam es auch. Daher machten wir Strecke und fuhren weiter nach Tampere. Die Stadt wird auch als Manchester des Nordens bezeichnet, weil sie eine der ersten und größten Industriestädte des Nordens war. Heute ist davon wohl nicht mehr viel übrig, aber das werden wir morgen sehen. Unser Campingplatz, auf dem wir jetzt stehen ist nach 2 Tagen Regen völlig abgesoffen, hier mußte vorhin ein Transporter mit einem Allradfahrzeug aus dem Schlamm gezogen werden.



Industriearchitektur
Nach dem Kanal fuhren wir zum Übernachten nach Varkaus rein. Die Stadt ist vom Prinzip um einen Holzhandel 😂 gebaut. Walter Ahlstrom betrieb hier eine Holzverarbeitung und Holzhandel. Davon lebt die Stadt noch heute, wenn auch nicht mehr so gut. Denn die Papierfabrik hat nicht mehr soviel zu tun. Es gibt wunderschöne alte Holzhäuser, die Ahlstrom für Mitarbeiter bauen ließ. Diese sind teilweise 150 Jahre alt und heute noch da. Aber auch nicht mehr, als „noch da“. Sie werden an vielen Stellen nicht mehr gepflegt und erhalten. Es ist schade. Denn das, was die Finnen dazwischen und rundrum gebaut haben, ist hässlich wie die Nacht. Aber so sehen viele finnische Städte aus.




Und dann waren wir noch auf einem ehemaligen Wasserturm. Heute beherbergt er Wohnungen und ganz oben, in der 15. Etage ein Caffee.

Varkaus
Die Stadt lebt(e) vom Holzhandel. Zum Transport wurde ein Kanal benötigt. Den ersten baute man 1860 und zwar nur aus Feldsteinen, ohne Mörtel.




Finnland und Bergbau
Da es heute den ganzen Tag regnet, fuhren wir vom traumhaften Ruunaa und seinen Stromschnellen wieder los. Das Ziel war Outokumpu. Hier gibt es ein Bergwerksmuseum, so das man den Rest des Regens unter Tage verbringen kann.
Outokumpu selbst ist seit Beginn des 20. JH ein Bergarbeiterstadt. Der Name bedeutet soviel wie „geheimnisvoller fremder Berg“ (die Finnen haben es ins englische übesetzt und ich von da ins deutsche – keine Ahnung, on irgendwo etwas verloren ging 🙂 )
Auf alle Fälle war die Outokumpu Oy (Firmierung) einer wichtigten Kupferproduzenten des Landes. Die Gesellshaft gibt es noch heute, auch wenn in Outokumpu nichts mehr abgebaut wird.
Jetzt guckt Euch mal die folgenden beiden Bilder an und ratet, in welchem Haus der Manager wohnte und in welchem die Mitarbeiter.
Na, alles klar?




































