Rückweg
Ok. Wir sind auf dem Rückweg und in München angekommen. Am Brenner wäre es fast noch schief gegangen. Petra wollte noch in irgendein Outlet-Center in Brenner, für das wir die Autobahn velassen mußten. Auf der Landstraße ging es aber nicht weiter. Polizei hatte sie abgesperrt und ich sah nur einen Haufen Schwarzgekleidete auf der Straße. Somit wendete ich, fuhr wieder auf die Autobahn und nach München durch. Hier angekommen, las ich über Ausschreitungen und Tränengas am Brenner. Na suuuper.
Jetzt lassen wir den lieben Gott einen guten Mann sein, machen morgen noch eine Stadtrundfahrt und uns dann weiter nach Berlin.
Wußtet Ihr übrigens, daß die Bayern nicht mal einen Biergarten vernünftig organisieren können? Aber uns die Sache mit dem Flughafen vorwerfen! Ernsthaft: leere Gläser an einem Stand, Pfandmarken an einem anderen. Helles an einem, Weißbier an nemanderen. Und bezahlen wieder wo anders. Das können wir besser!
Abschied
Heute ist unser letzter Tag. Und gemeinerweise der erste Tag, an dem man rund um die Uhr in der Sonne liegen kann. Das machen die mit Absicht. Wir nehmen heute noch Abschied, indem wir uns in das „il Refugio“ einladen. Das Restaurant ist gaaanz oben auf dem Berg und bietet eine herrliche Aussicht. Wir waren bisher nur einmal außerhalb der Öffnungszeiten da und wissen daher leider nur, wie gut der Laden riecht.
Appropros Abschied – so sehen italienische Nekropolen normalerweise aus:


Religion
Wir dachten uns heute, wir fahren mal nach nach Camaldioli. Es gibt hier ein Kloster des Kamaldulenser-Ordens, das inmmer noch als solches dient. Die Klosterbrüder betreiben hier eine Farmacia antika. Eigentlich „antike Apotheke“, in Wirklichkeit aber ein Kaufmannsladen. Weiterhin betreiben sie eine Biliothek und (jetzt kommts!) eine Bar.
Zu dem Kloster gehören einige Kilometer weiter in 1000 meter Höhe noch Einsiedlerhütten (Eremo di Camaldoli). Die Dinger heißen tatsächlich so und der Name ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Da oben steht ein kleines Dorf mit einer kleinen, aber protzig eingerichteten Kirche und einer großen Zahl Häuser. Von Enthaltsamkeit ist zumindest in der Kirche nichts zu spüren, die Häuser können nicht besichtigt werden, da sie in Benutzung sind. Dabei sind die Kamaldulenser ein katholischer Eremiten-Orden, der sich ursprünglich der Askese verschrieben hatte. Sie gehen auf den heiligen Romual zurück, dessen Kabuff man auch besichtigen kann.
Das Kloster ist auch ein Wallfahrtsort. Die Leute fahren mit dem Auto vor, holen eine Batterie leere Flaschen raus und füllen sich das Wasser ab.
In Sachen Religion können die Italiener aber auch ganz anders. Das ist eine Andachts-Kapelle, die an einem Rastplatz unweit des Klosters steht. Das Teil ist aus Beton uns sieht aus, wie der obere Teil von Adolars Rakete.
Kleine Dörfer, alte Brücken
Dieser Eintrag ist vom 04.05.2016.
Wir beschlossen, heute eine Rundtour zu machen. Die erste Station war die Ponte Buriano, eine Brücke aus dem 13 JH a.D. Laut (spärlicher) Beschreibung an der Brücke selbst, ist dies diejenige Brücke, die auf dem Gemälde der Mona Lisa im Hintergrund abgebildet ist. Da die Internetverbindung hier nicht ganz so prickelnd ist, könnte vielleicht einer von Euch mal gucken, ob auf dem Gemälde der Mona Lisa folgende Brücke zu sehen ist:

Anschließend haben wir eine Tour über die Dörfer gemacht. Dabei kamen wir durch Castiglion Fibocci und auch durch Cinchelli. Durch Chinchelli fahren wir quasi täglich und sind jedesmal von der Silhouette begeistert. Heute haben wir es echt geschafft, anzuhalten und ein paar Bilder zu machen.

Noch einmal Arezzo
Da für heute richtiges Scheißwetter angesagt war und es gatsächlich bis in den Vormittag stark-prassel-Regen gab, nahmen wir uns noch einmal Arezzo mit Dom und dem Nationalen Archäologischen Museum vor. Die ursprünglichen Besiedler der Toskana waren die Etrusker. Die Römer kamen erst später, kurz vor Christi Geburt. Die Etrusker waren hoch kultiviert und beherrschten bemerkenswertes Kunsthandwerk. Das Archäologische Museum beherbergt fast nur etruskische Gegenstände aus dem Zeitraum 6. JH b.c. bis 2JH b.c..
Das heutige Foto hat es mir besonders angetan. Es stammt aus dem 6. JH b.c. und zeigt in beeindruckender Weise, was mit ein wenig Training möglich ist.
Tag der Schmerzen
14 Km bergauf, bergab und schmerzende Knie
Heute war ein herrlicher Sonnentag, der letzte, wie es aussieht. Wir haben ihn noch einmal für eine volle Ladung Natur genutzt. Es war eine 14-km-Wanderung mit dem üblichen auf und ab. Los ging es in Gaiole (und, wer weiß, wo’s is ☺?). Von da ging es über malerische, z.T. verlassene Dörfer. Wir hielten Einkehr in 2 Osterias, überkletterten Zäune und wateten durch Bäche. Am Schluß überraschte uns ein Guß (ein Vorgeschmack auf morgen!), aber wir saßen glücklicherweise in einer der beiden Osterias.
Eine aufgegeben Kirche in einem fast verlassenen Dorf. Es stehen sehr viele Gehöfte leer.
Ich weiß aus dem Kopf nicht genau, wie unser Schild aussieht. Bin mir aber sicher, daß unsere Rehe nicht so graziel springen
Noch einmal Siena
Wir hatten vorgestern Eintrittskarten für den Dom, Museum, Aussichtsplattform, Sakristei und was weiß ich gekauft, die eine Gültigkeitsdauer von 3 Tagen haben. Da wir am Mittwoch die Katedrale und die Sakristei schafften, sind wir also heute noch einmal nach Siena gefahren und haben uns noch das Museum, die Aussichtsplattform, das Arboretum und das Baptisterium anzusehen. Anschließend gab es Eis auf der Piazza del Campo.
Siena ist unbedingt einen Ausflug wert, solltet Ihr mal in der Nähe sein.
Das ist die Reliquie des heiligen Clemens. Zu finden im Museum Siena.
Nix tun
Da sich heute stark-prassel-Regen mit Bindfadenregen abwechselte, haben wir heute nix getan. Naja, nix ist auch nicht korrekt. Ich habe am frühen Morgen eine elektronische Zeitung gekauft (ok, es war fast Mittag) und setdem liegen wir auf der Couch rum und lesen oder dösen.
Morgen soll das Wetter besser werden und dann starten wir wieder voll durch.
P.S.: Bilder gibts keine :).
P.P.S.: Der vorherige Eintrag zu Siena war schon gestern. Ich habe ihn aber erst heute hochgeladen bekommen. Ist hier ein wenig schwierig mit dem Internet.
Siena
Heute waren wir in Siena. Die Stadt ist eine uralte etruskische Siedlung. Wie alt genau, konnte ich leider nicht herausfinden. Aber ich konnte zum zentralen Platz, dem Piazza del Campo etwas rausfinden. Der Platz wurde erstmals 1169 erwähnt, ist an sich aber älter. Neben dem Handel und ähnlichem trägt er durch alljährlich 2 Pferderennen zum Geminwohl bei. Das Rennen heißt Palio di Siena oder auch nur Il Palio. Es treten die Stadtteile von Siena gegeneinander an und es reicht, wenn das betreffende Pferd (ohne Reiter) im Ziel ankommt. Ich glaube, mehr möchte man über die Regeln nicht wirklich wissen, auch wenn man sich da nicht allzuviel merken müßte.
Die Stadt selbst ist bemerkenswert. Man sieht ihr und insbesondere ihren Kirchen den einstigen Reichtum an. Der Dom besteht fast nur aus Mamor. Das leisten wir uns in Berlin nicht mal mit unserem Stadtschloß. Siena selbst konkuriert inoffiziell mit Florenz. Jedenfalls haben wir eine 3-tageskarten für Dom, Stadtmuseumund noch irgendwas. Und morgen soll das Wetter mies werden. Allerdings habe ich auch ein paar leerstehende Gehöfte gesehen, bei denen man mal mit Fotoaparat und Stativvorbeischauen könnte. Na schaumermal.
Piazza del Campo mit Rathaus
Tod im Wachkommando (nicht zu verwechseln mit Wachkoma)
Ich bin gerade auf eine unserer Wachschnecken getreten. Es gab einen lauten Knacks. Alle anderen Wachschnecken ruckten herum und sahen mich vorwurfsvoll an. Man war mir das peinlich.
Wieder Wandern
Aber dafür sind wir hergekommen. Naja und natürlich um uns Florenz und Siennaund so anzusehen.
Los ging es heute gegen 10. Nach exakt 13 minuten uns 44 sekunden setzte sich Petra hinund erklärte, eiöne Pause zu benötigen. Ein Blick aufs Navi zeigte 167 zurückgelegte Höhenmeter. Und so ging es dann weiter – mit den Höhenmetern. Ruff uffn Berg, runter vom Berg. Aber der Blick entschädigt für alles.
Heute Abend gehen wir zum Abendessen in die Fattoria. Bei der Gelegenheit muß dann auch jede Menge Wein verkostet werden 😇.
Apropros Wein: Wir haben auf der heutigen Wanderung eine märchenhafte Waldschänke gefunden. Hausnummer 9 3/4 und für Muggel kein Zutritt
Der erste richtige Tag
Unser gastgebendes Unternehmen hier heißt :“ Fattoria la Vialla“. Die haben hier in der Toskana riesige Flächen zusammen gekauft, die sie jetzt bewirtschaften und deren alte Bauernhäuser sie jetzt vermieten. Die Bewirtschaftung erfolgt biologisch-dynamisch, wie mir mir meine Frau heute erklärte. Was bio-dynamisch ist, erklärte sie erst nach der dritten Nachfrage. Dem Interessierten empfehle ich den Freund Google.
Nichts desto Trotz haben wir einen wunderbaren Urlaub und inzwischen scheint auch bei Frau Holle angekommen zu sein, wer hier Urlaub macht. Wir sind bei unserer heutigen Wanderung nur einmal naß geworden :-).
Wir wohnen in einem Haus, das sich außerhalb der eigentlichen Ranch befindet (um die Hauptranch zu Fuß zu durchqueren, bräuchte man 6 Stunden). Über die Staße sind es knapp 9 km bis zum Haupthaus, per Fußweg immer noch 6. Aber mit Höhenunterschieden, die sich echt gewaschen haben. Heute haben wir uns zu Fuß zum Haupthaus aufgemacht, um dort zu essen und eine Flasche Wein zu trinken. Alles in allem hatten wir pro Strecke laut Navi ca. 1500 m Höhe zu bewältigen. Und ja, wir waren fertig danach. Es ist nicht so, das sich eine solche Steigung über die Gesamtstrecke hinzieht, nein: es sind immer mal 200 oder 250 Höhenmeter, die in 20-30 %-Steigungen auftreten, dann geht es wieder runter und hinterher wieder rauf. Runter ist für alte Knie ganz schlimm, könnta glauben.
Hier wohnen wir übrigens.
Das sind unsere Wachschnecken. Die patrouillieren den ganzen Tag um unser Haus. ( Könnte auch sein, daß es einfach nur Weinbergschnecken sind. Gibt hier übrigens hervorragenden Wein. Sowohl weißen wie roten.)
P.S.: Der Beitrag wurde am Folgetag hochgeladen.
Arezzo
Wir haben heute einen Rundgang um Arezzo gemacht. Es hat geregnet, gestürmt – wir haben uns nicht abhalten lassen. Petra wurde schon sauer. Bilder gibt es keine. Sehen aufgrund der Wetterlage nicht besonders aus.
Morgen soll es mal nicht regnen und wir bereiten eine Wanderung vor. Schaumermal.
So, und inzwischen haben wir doch Internet zu Hause. Mein Handy hatte sich offensichtlich wo falsch eingewählt 🙂
Toskana
Wir sind nach 2 Tagen endlich in der Toskana angekommen. Unser Haus steht in Casa Vecchia. Eigentlich ist das nur eine Ansammlung von Häusern auf einem Berg. Das ist herrlich, bringt aber auch Einschränkungen mit sich. Wir haben keine mobile Datenverbindung. Telefon geht, aber Internet nicht – nicht mal den Wetterbericht bekommen wir. Das bedeutet aber auch, daß jeder Blogeintrag auf dem Handy geschrieben wird und bei irgendeiner Gelegenheit (bei Empfang) hochgeladen wird. Es bedeutet aber auch, daß alle Fotos im Blog vom Handy stammen, was schade ist. Zuguter Letzt bedeutet es aber auch: Ruhe 🙂
Hier schlafen wir.
Hier lesen wir und sind gar nicht so böse, daß kein Internet geht 🙂
Ach übrigens: seit gestern regnet es ununterbrochen
Urlaub ist alle
Ab morgen müssen wir wieder arbeiten gehen. Wir finden beide, daß das nicht gerecht ist, können es aber nicht ändern.
Disneyland in Dresden – VW paßt da gut rein
Gestern war unser Abreisetag aus dem Elbsandsteingebirge. Wir haben noch einen Abstecher über Dresden gemacht und hier das Disneyland Dresdens besucht. Aus markenrechtlichen Gründen hat man es nicht Disneyland sondern Frauenkirche genannt. Das Ding sieht im Inneren aus, als wäre es im Verfahren Malen-nach-Zahlen entstanden. Was dem nicht entspricht, ist nach dem Motto was-nicht-glänzt-ist-auch-kein-Gold entstanden. Darum glänzt der Rest! Von Mahnung an Krieg, Zerstörung und Tod ist nichts mehr zu spüren. Die Besucher benehmen sich wie in Neuschwanstein. Solltet Ihr mal nach Dresden kommen, verkneift Euch dieses Haus – geht besser in die Kreuzkirche.
Die Kirche ist eigentlich evangelisch-lutherisch – sieht man ihr aber nicht an. Und vor der Kirche wurde der Herr Luther auch sehr präsent aufgestellt.
Zum Thema Disneyland passen auch die Gäste des gegenüberliegenden Hotels Steigenberger. Als der erste VW Phaeton vorfuhr, dachten wir uns nichts dabei. Auch beim zweiten noch nicht. Beim Dritten fingen wir an nachzudenken:’Mmhh, VW hat ein Problem mit seinen Dieselfahrzeugen. VW ist im Verteidigungsmodus und muß über einheitliche Sprachregelungen nachdenken.‘ . Fakt ist, es fuhren Phaetons aus Märkische Kreis (MK), Kreis Soest (SO), Stuttgart (S), Landkreis Emsland (EL), Kreis Unna (LÜN), Essen (E), Düsseldorf (D) und Landkreis Märkisch-Oderland (MOL) vor. Und zwar allein in den 2 Stunden, die wir gegenüber in der Burgerei gesessen und gegessen haben (übrigens sehr zu empfehlen).
An der Stelle kann ein wenig unnützes Wissen nicht schaden. Phaeton (griech.: der Glänzende) ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Helios und der Klymene. Er bat seinen Vater, einmal den Sonnenwagen lenken zu dürfen. Klar durfte er und hat prompt alles auf der Erde in Brand gesteckt, weil er einen Unfall baute. Über die Ursachen wird bis heute gestritten, der Hersteller des Sonnenwagens teilte mit, es handele sich um das Fehlversagen Einzelner. Gesichert ist: Phaeton wurde von Zeus auf Bitten der Erde erschossen (mit einem Blitz – das deutet auf Opel hin). Die Schwester des Phaeton, die Heliaden (sie war die Verantwortliche, denn sie hatte die Pferde angeschirrt) wurde zu Schwarzpappel oder Erlen umfunktioniert. Ist auch sinnvoll, denn die Bäume können CO² in O² umwandeln. Leider gilt das nicht für Stickoxyd. Wie die Erde gelöscht wurde ist leider nicht überliefert. Wahrscheinlich mit Löschfahrzeugen von Daimler.
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Peter Paul Rubens: Der Sturz des Phaethon (Quelle: Wikipedia, Original in National Gallery of Art, Washington D. C.)
Die Elbe mit dem Fahrrad erkunden
Heute sind wir mit dem Wanderschiff von Bad Schandau nach Hrensko in Tschechien gefahren. Mitgenommen haben wir die Räder, denn wir wollten den Elbe-Rad-Wanderweg erfahren und zwar bis Bad Schandau zurück. Den ersten Schock bekam ich in Hrensko selbst. Daß es in dem ersten Ort nach der Grenze einen Markt gibt war ja irgendwie klar. Daß der dann aber fest in vietnamesischer Hand ist, hat mich dann doch verwirrt. Den nächsten Schock bekam ich bei Ansicht verschiedener Hochwassermarkierungen. In diesen Marken gab es nur ein Hochwasser, welches das von 2002 um wenige Zentimeter übertraf. Und das war am 31.03.1845. Es gibt in Bad Schandau einen nicht zu übersehenen Laden-Leerstand, welcher zumindest zum Teil auf das Hochwasser von 2002 zurück zu führen ist. In Sachen Immobilien kann man hier wahrscheinlich ein Schnäppchen machen.
Die Radfahrt selbst war herrlich. Das Wetter hat mitgespielt und der Schweinekrustenbraten für Petra und der Gulasch für mich auf der tschchischen Seite waren hervorragend.
Diese Villa steht zum Verkauf.


![[0001]__MG_5161.jpg image](http://boot.dirkhagen.eu/wp-content/uploads/2016/05/0001__mg_5161.jpg.jpeg)
![[0001]__MG_5168.jpg image](http://boot.dirkhagen.eu/wp-content/uploads/2016/05/0001__mg_5168.jpg.jpeg)







![tmp_16581-[0001]__MG_3924-1247936733](http://boot.dirkhagen.eu/wp-content/uploads/2016/04/tmp_16581-0001__MG_3924-1247936733-300x200.jpg)







