Der Repovesi-Nationalpark
Wir stehen auf einem Wanderparkplatz des Repovesi-Nationalparks. Wir stehen nicht ganz entsprechend der Parkplatzordnung, aber das tun auch nicht alle Finnen. Und es regnet. Da brauche ich vorn immer einen höheren Stand als hinten, damit das Wasser vom Dach abläuft. Aber gut, wenn Polizei kommt, kostet es 50 Euro. Und eigentlich ist es der Arsch der Welt. Bevor der Regen anfing, drehten wir eine kleine Runde. Es ist schön hier. Eigentlich wollten wir Würste grillen, denn auch hier geht das an den unglaublich vielen Grillhütten. Aber es gab keine Holzkloben. Es gab Baumstämme. Man hätte sich die Kloben erst sägen müssen und sie dann hacken. Ich streikte. Hacken wäre ok, darauf war ich vorbereitet. Aber noch sägen?
Dafür gab es eine besondere Fähre. Eine Jedermannsfähre.
Und es gibt eine neue Blogkategorie: Finnland.
Derzeit regnet es. Morgen machen wir eine große Runde.
Porvoo
Wir sind in Porvoo. Das liegt ungefähr 40 km östlich von Helsinki und wir waren im letzten Jahr schon hier. Da fuhren wir mit einem historischen Dampfer, heute sind wir mit dem Womo hier. Denn beim letzten mal hatten wir nur 3 Stunden und es war Gehetze.
Diesmal fangen wir hiermit an.
Der alte Güterbahnhof von Porvoo



Wieder mal Finmland
Wir sind mal wieder unterwegs nach Finnland. Derzeit warten wir in Travemünde auf die Fähre. Um die Zeit zu überbrücken gingen wir in den Shop im Hafenhaus. Dort gab günstig finnisches Bier zu kaufen. Fragt mich doch die Verkäuferin, wo ich meinen Wohnsitz habe. Ich sage, Berlin. Sagt sie, dann dürfen sie das nicht kaufen. Ich: „Wiso das denn?“. „Weil es Dosen ohne Pfand sind.“. Das muß man sich Mal geben, jede andere Nationalität darf diese Bierdosen kaufen und anschließend wegwerfen. Ich darf es nicht, weil ich als Deutscher nur Dosen mit Pfand kaufen darf. Das ist einen Penner on Tour Award wert.
Es stand ein freundlicher Herr aus der Schweiz daneben, der spontan sagte:“ Ich kaufe das für sie“. So richtig glücklich war die Verkäuferin nicht, aber was sollte sie machen?
Storkow in 2025
Und weiter geht’s
Blossin und eine Batterie, die es hinter sich hat
KW
Boot
Nicht reingehen
Es ist teuer, das Bier schmeckt nicht und die Bedienung undreundlich

Erstes Bier um 11:30 Uhr. Nicht meine Schuld!
Nachdem also unsere Fahrt nach Bayern geplatzt war, überlegten wir, was wir mit dem langen Wochenende (wir hatten Freitag Urlaub genommen) anfangen. Und ja, wir haben ein Wohnmobil, dessen größter Vorteil ist: Reinsetzen und Losfahren, wohin auch immer. Also trödelten wir Donnerstag in der Wohnung rum, Purzelhase richtete die Küche ein, die dann doch schon letzte Woche vervollständigt wurde (Hallo Höffi, bei Euch nie wieder!). Am Freitag setzten wir uns dann in besagtes Fahrzeug und fuhren nach Buckow. Das lohnt immer. Da wir gestern Mittag ankamen, wollten wir unbedingt in die FischerKehle. Eine echt gute Gaststätte, die aber schwierige Küchenzeiten hat. Von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr. Wenn wir hier wandern, schaffen wir das nicht, wir kommen immer zu spät. Also gestern Mittag – wir waren kurz vor zwölf auf dem Wanderparkplatz, von hier sind es 1200m bis zur Fischerkehle. Kommen da an, steht doch eine Tafel draußen:“ Heute keine Küche“. Im Gespräch mit dem Betreiber hängten wir uns dann derart weit aus dem Fenster („hier schmeckt es immer richtig gut“[tut es tatsâchlich], „wir schaffen es nie, zu Küchenzeiten zu kommen“). Mit der Äußerung, daß wir morgen zum Essen kämen, blieb uns heute nichts anderes übrig. Wir tranken früh nur einen Kaffe, lasen ein bisschen destruktive Presse und standen um 11:35 Uhr vor der Tür der Fischerkehle. Es gab Saibling für zwei. Fantastisch! Es hat sich gelohnt und es gab Bier dazu.

Rückweg
Wir stehen im Hafen von Helsinki und warten auf die Fähre. Die hat Verspätung. Der Himmel zeigt nicht eine Wolke, es sind 23°C. Das sieht aus, wie das Versprechen: Nie wieder Schnee und immer angenehme 23°C. Irgendwie haben wir das Gefühl, man wolle uns nicht ziehen lassen.
Und vor uns steht ein Augsburger, der offensichtlich fest entschlossen ist, seine Maschine die nächsten 3 Stunden laufen zu lassen, damit die Klimaanlage arbeitet. Es gab schon lange keine PoT-Auszeichnung mehr. Aber das ist mir eine wert.
Wir waren heute in Porvoo
Porvoo ist ein kleiner Ort in der Nähe von Helsinki. Das Besondere ist das alte Viertel mit Holzhäusern vom Ende des 19. und Anfang des 20. JH. Es ist nicht ganz so gigantisch wie Bergen in Norwegen, aber hübsch. Typisch finnisch – unaufgeregt und unspektakulär. Lohnt sich aber. Eigentlich wollten wir den Ort schon zum Start der Reise besuchen, aber es regnete zu dem Zeitpunkt in Strömen. Daher nahmen wir heute dem Dampfer „J. L. Runeberg“. Johan Ludvig Runeberg (1804 – 1877) war ein Schriftsteller und gilt als der Nationaldichter Finnlands. Er lebte, lehrte und liebte in Porvoo (8 Kinder) und wurde auch in Porvoo beigesetzt. Alles zu schwedischer Zeit. Und er war auch Ehrenmitglied der Petersburger Akademie der Wissenschaften. Es gibt Törtchen und einen Preis, die nach ihm benannt sind. Der Dampfer, mit dem wir unterwegs waren, ist fast so alt wie Runeberg. Gebaut 1912.
Die Stadt selbst ist malerisch und auch schnell (wenn auch mühsam wegen des Pflasters) erlaufen. Wenn man mehr Zeit hat, weil man nicht an die Abfahrt des Dampfers gebunden ist, kann man in supersüßen Kaffees unzählige Runebergtörtchen essen.
Tierpark
Wir waren heute im Tierpark von Helsinki. Es ist der älteste und größte Finnlands, gegründet 1889. Er ist wie Finnland – angenehm unaufgeregt. Und für unsere Verhältnisse klein. Witzigerweise ist auch hier schon Winter. Bis auf eine Selbstbedienungsrestauration hat alles zu. Was jedoch schwerer wiegt, es gibt keine Elche! Sie sind zwar ausgeschildert, aber keine da. Ich sag ja, es ist ein Fabelwesen und es gibt die Biester gar nicht.



Wir lungern wie geplant am Hafen von Helsinki rum
Polarlichter
Aber ich bekomm keines der Videos hochgeladen 🤮
Doch jetzt!
Mein Gott, haben wir viel erlebt
Wir verließen vorgestern Savonlinna und fuhren nach Lusto. Hier gibt es ein Forstmuseum umd mir fiel ertsmals die Wortähnlickeit zwischen dem englischen Forrest und dem deutschen Forst auf. Denn die Erklärungen sind in Finnisch und Englisch. In dem Museum wird versucht, zu erklären, woher die Lust der Finnen nach “ Draußen“ kommt. Und das klappt ganz gut. In Finnland mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern gibt es ca. 500.000 Mökkis. Das sind Ferienhäuser draußen im Wald. Und dahin zieht es jeden Finnen am Wochenende. Sie gehen wie die Verrückten Amgeln ( es sei an die Eisstation erinnert) oder Jagen. Oder sie genießen einfach den Wald.


Wir übernachteten auf dem Parkplatz vor dem Museum. In Finnland kein Problem, zu Hause hätte wohl das Ordnungsamt oder die Polizei geklopft.
In der Nähe steht mit 47,3 m auch der höchste Baum Finnlands. Es ist eine Pinienart.
Dann ging es heute weiter zur größten Holzkirche der Welt. Nach Kerimäki. Sie hat 3700 Sitzplätze und faßt insgesamt 5000 Menschen. Wie uns ein Mitarbeiter erzählte, kommen heute noch ca. 70 Menschen zur Messe. Er sagte, die Zeiten ändern sich.



Jetzt stehen wir auf einem Wanderparkplatz an einen Vogelschutzgebiet namens Siikalahti.

Savonlinna die Burg

















































