Die Fähre legte nach einer ereignislosen Überfahrt pünktlich in Helsinki an.
Die beiden haben kurz zuvor versucht, die untergehende Sonne durch das mit ihren Händen geformte Herz zu fotografieren. War fürchtlerlich kitschig. Aber der Sonnenuntergang war geil.
Jetzt stehen wir auf einem Felsen vor den Toren des Fisherhauses des letzten russische Zaren in Langinkoski. Kein Quatsch! Weder das mit dem Felsen, noch das mit dem Zar, noch das mit dem Ortsnamen.
Ein zaristisches LesezimmerDas Haus haben ihm die Finnen, seine damaligen Untertanen, erbaut. Wahrscheinlich wird Frau Baerbock irgendwann erklären, daß Putin es wieder haben will und wir darum die Ukraine weiter unterstützen müssen.So sah es aus, als es ein Genesungszentrum für Kriegsversehrte des 1. WK war.Und so sieht ein zaristisches Scheißhaus aus. Wahrscheinlich wird Frau Baerbock erklären, daß Putin auch das zurück will.
Die Familie Mayer mußte bereits heute nach Hause aufbrechen. Wir haben noch bis morgen. Den Tag heute nutzten wir, uns den Ort Altenau genauer anzusehen. Den Weg in den Ort nahmen wir durch den Wald, der stirbt. Der Ort auch. Der Purzelhase guckte nach: Altenau hat zwischen 1990 und 2018 ca. 26 % der Bevölkerung verloren. Und es sind üblicherweise nicht die Alten, die gehen. Und so sieht der Ort dann auch aus. Er stirbt, genau wie der Wald. Es gibt auch keinen Schnee mehr. In den letzten 12 Monaten lag die durchschnittliche monatliche Schneehöhe bei 0 cm. Ende November 2023 schneite mal 0,6883 cm. Kein Quatsch!
Einfach mal Großmachen. Dann sieht man, was der Laden mal war, was er dann werden sollte und was er jetzt ist. So sieht der gesamte Ort aus.Kirche verrottet im ehemalign Westen meist erst ganz zum Schluß. Hat aber trotzdem Sprechzeiten.Die Oker. Die Okertalsperre wurde übrigens ursprünglich gebaut, um Städte und Gemeinden wie z.B. Braunschweig im Frühjahr vor Hochwasser zu schützen.ohne WorteAuch der Sportplatz von Altenau sah schon einmal bessere Zeiten.Damit die Anwohner die Holzbalken nicht klauen.
Nch einem Schnack mit einer Servickraft im „Imbiss zur Rast“ ging die Geschichte mit dem Borkenkäfer vor ca. 2 Jahen los. Das wirtschaftliche Genick der Region brach aber wohl vorher Corona.
Wir machen ein verlängertes Wohenende im Harz, in Altenau. Und zwar zusammen mit den Mayerˋs aus Schwaben, was ganz deutlich in Bayern liegt. Als Treffpunkt haben wir uns einen Campingplatz an der Okertalsperre raus gesucht. Der wird regelrecht von Niederländern geflutet. Denn die Betreiber sind Niederländer. Der Platz ist süß un angenehm. Aber der Harz ist apokalyptisch. Der Borkenkäfer hat hier in einer Art und Weise zugeschlagen, wie es sich Normalsterbliche wahrscheinlich nicht vorstellen können.
Und dann fiel mir wieder ein, daß Waldbesitzer viele Jahre lang gutes Geld mit dem Anbau von Holzmonokulturen verdient haben und jetzt 1 Milliarde (1.000.000.000.000) Euro für den ökologischen Umbau der Wälder bekommen.
Es sieht gespenstisch aus.
Wir waren beim Windbeutelkönig :-). Das, was Ihr seht ist ein herzhafter Winbeutel mit Lachs un Meerretich-Sahne. Es war der erste Windbeutel meines Lebens. Es hat sich gelohnt!Unser heutiger Weg. Der hatte es insich.
Wir zogen dann erst verpätet um. Denn umziehen wollten wir, auch wenn ich zu zweiten Termin Rücken hatte (kein Scheiß!!!). Ibu wirkt Wunder.
Erst sah es so aus:
und dann in der neuen Wohung sah es so aus:
Aber es soll so sein. Internet ist in der neuen Wohnung Scheiße, dafür sind die Nachbarn ruhig. Auch hat sich das Chaos inzwischen etwas gebessert :-). Aber so richtig fertig ist noch nix. Ich mußte trotzdem raus, zumal das Wetter dieses Wochenende genial wird.
Stehe also in Mallnow. Adonirösschen gibt es warscheinlich noch nicht (kam im dunkeln an). Aber dennoch ist es hier genial. Ich hab einen super Sternenhimmel, Ruhe und es ist niemand weiter hier. Was will man mehr. Den Purzelhasen will man(n) noch, aber der kommt erst am Samstag. Also werde ich morgen allein wandern gehen.
Es wird ja zunehmend schwieriger, einen Übernachtungsplatz zu finden, der nicht von anderen auch angesteuert wird. Problem sind diverse Appˋs, die diese Plätze aufzeigen und einen auch gleich hinrouten. Der Platz hier ist (leider!!!) wie auch Netzen in diversen Appˋs zu finden. Aber zu Mallnow gibt es in Park4Night einen geilen 1-Sterne-Kommentar:“ Der Platz war heute nicht zu finden. Google map hat mich im Kreis geführt. Suche abgebrochen“ Besser aber auch bekloppter geht es nicht. Was hat das mit dem Platz selbst zu tun??? Aber wenn die Anderen glauben, der Platz ist nicht zu finden, hat man hier hoffentlich weiterhin Ruhe.
Ich mußte raus. Wir waren jetzt beide über eine Woche zu Hause. Der Purzelhase hatte Corona, ich war nur kurz positiv, kränkelte aber vor mich hin. Und dann dieser Wetterbericht für dieses Wochenende. Ome. Egal, wir fuhren los. Stehen in Buckow und werden morgen wandern 😬. Ich brauche das.
Das Bild wurde um 0:30 Uhr in der Nacht aufgenommen. Und was ich sah, war schon geil. Sah aber nicht so aus, wie das Foto. Aber so sind moderne Handys.
Ich stehe in Lehnin, habe meine Wanderstiefel vergessen und Gas ist auch fast alle. Es soll regnen und kalt werden. Na Schaumerkmal.
Wir kamen gestern zu Hause an und stellten das Womo in der Straße ab. Heute wollten wir so letzten Kenrempel ausräumen, Betten abziehen, durchfeudeln, son scheiß halt.
Kommen am Womo an, ruft die Frau doch:“ Das ist aufgebrochen“. Und tatsächlich ist von außen bereits ein Wäschehaufen auf dem Tisch zu sehen, der tags zuvor nicht da war. Ind tatsächlich, beide Fenster waren offen, beide Türen waren unverschlossen. Das Fahrzeug war komplett durchwühlt, aber dankenswerterweise nicht weiter beschädigt. Auch die Schlösser sind funktionsfähig, über den Einbruchsweg möchte ich mich aus nachvollziehbaren Gründen nicht äußern.
Nach derzeitigem Stand fehlen ca. 15 € in Automatenmünzen und eine Bluetoothbox. Nicht mal der Strohrum wurde geklaut. Was für ein Rotz!
Wir haben heute Harlingen verlassen und uns auf den Rückweg gemacht. Gekommen sind wir bis Oldenburg. Hier wollte ich eigentlich noch den morgigen Tag verbringen und mit meiner Lieblingsfrau durch die Stadt stromern, aber daraus wird nichts. Wir stellten fest, daß am Sonntag Berlinmarathon ist. Wir gehen von Verkehrschaos aus und sehen darum zu, am Samstag wieder daheim zu sein.
Die St.-Lamberti-Kirche. Eine von 5 Rundkirchen in Deutschland. Sieht man ihr von außen nicht an. Da hat sie 5 Türme. Die Rotunde selbst ist dem Pantheon in Rom nachempfunden.
Deerberg ist pleite. Hier in Oldenburg hatte der Versender ein Ladengeschäft, daß sich in Auflösung befindet. Die Bücher vor Petra, die Ladendekoration waren, aber echt antiquarisch sind, gab es kostenlos.
Bevor der Regen losging, chillten wir noch an der Hunte, wo wir auch auf einem völlig überfüllten Womo-Stellpatz stehen. Ausgelegt für 3 und 8 stehen hier. Wird morgen beim rausfahren sicher lustig, denn einer steht direkt hinter mir. Und vor mir ist der Kanal 😶.
Wir verließen Texel am Sonntag, also gestern. Einen Stopp für eine Nacht legten wir in Den Helder ein, wo die Fähre aus Texel ankommt. Wir wollten uns das dort angesiedelte Marinemuseum ansehen. Unser Fehler liegt in unserer DDR- Sozialisation. Marine ist für uns dem Wort nach (aus dem latainischen) von marinus, dem Meer zugehörig abgeleitet. Wir gingen davon aus, hier eine Ausstellung zu allem zu finden. Handelsmarine und Kriegsmarine. Aber dann war es eigentlich eine Werbeveranstaltung für die niederländische Kriegsmarine. Sogar ein Drogenschmugglerjagdviedeo in 3-D gab es. Ok, der Projektor war kaputt und wir bekamen nur die 2-D-Version. Man konnte auch World of Warships spielen oder auf der X-Box Schnellboot fahren. Auch ein U-Boot konnte man durchqueren oder ein Ramm-Boot inspizieren.
War aber insgesamt nicht unsers. Daher hier einfach eine wilde Abfolge von Handy-Fotos.
So haben die im Westen den Warchauer Pakt offensichtlich gesehen.
Eine derersten Kanonenkugeln. Noch ohne Pulverladung.
Hier schlief die Besatzung eines U-Boot’es. Im Hintergrund sind die Torpedorohre zu sehen. Weitere Torpedos waren unter den Kojen gelagert.
Das Rammboot Victoria
Die Arrestzelle im Rammboot
Die Maschine des Rammboots
Aus Den Helder flüchteten wir jedoch heute ganz in der Früh. Denn laut Wetterprognose sollten heute Mittag die ersten Ausläufer eines Sturmtiefs in den Niederlanden eintreffen. Und so war es auch. Daher stehen wir jetzt auf einem kleinen Campingplatz bei Harlingen. Wir sind also über den Damm gefahren, der das IJsselmeer von der Nordsee trennt. Harlingen selbst ist ein süßes Städtchen und durchaus einen Stopp wert. Wir hatten jedoch heute nicht viel Zeit. Der Wind steigerte sich ab Mittag in Böen auf 7Bft (ca. 60 Kmh). Morgen soll es im Lauf des Tages auf Bft 9 hochgehen, das sind 80 km/h und mehr. Also Sturm. Da werden wir das Womo wahrscheinlich nicht verlassen und froh sein, einen halbewegs windgeschützten Platz gefunden zu haben. Auf der Straße möchte ich schon bei Bft 6 und aufwärts nicht mehr sein. Wir fahren eine 18qm-Schrankwand, die aber nur 3,5 t wiegt. Die Kiste ist verdammt windanfällig.
Wenn man seit über 20 Jahren ein MTB gewöhnt ist und vorher nur Treckinrad, ist das hier echt schlimm.
Wir haben heute mit den oben gezeigten Vehikeln eine insgesamt 24 km-Tour gemacht. Ich hab gedacht, ich sterbe. Die Dinger kosten 1000 Euro und sind keinen davon wert. Sie fahren sich doof, zmindest, wenn man seit über 20 Jahren ein MTB gewohnt ist. Petra sieht das anders. Aber das macht nichts. Ich bin der Admin. Ich kann Petras Beiträge zensieren.
Ansonsten waren wir in Den Burg. Das ist der Hauptort der Insel und lohnt sich nicht. Von 3 Kirchen sind drei geschlossen. Architektonisch ist der Ortskern eher disharmonisch, verkaufstechnisch für Touristen sehr harmonisch. Wer es nicht begriffen hat: architektonisch eher mittelmäßig und ansonsten eine riesige Touristenfalle.
Poffertjes mit Grand Marnir
Kriegsgräberstätte
Vor dem Supermarkt
Auf dem Rückweg machten wir am Texel Airport halt.
Das ist eine Maschine der Texel-Air. Kein Scheiß! Ich bin überrascht, daß es eine kleinere Fluglinie gibt, als Augsburg-Air.
Das ist ein Deutscher, der mit (s)einer Frau auf einen Tagesausflug rüberkam. Man beachte die normalerweise gelbe Farbe der Nationale am Heck.
Der diesmalig Penner-on-Tour-Award geht an die niederländische Luftwaffe. Die hat auf der nördlich von Texel gelegenen Insel Vlieland einen Stützpunkt. Und zu Übungszwecken fliegen die Hirnis Kreise über den Norden Texel’s und den Süden Vlieland’s. Ich konnte das heute 1,5 Stunden beobachten (es waren 2 Jets) und vor allen Dingen hören, während wir hinter dem Leuchtturm gemütlich essen wollten. Tja, wurde nix. Essen hat geschmeckt, aber gemütlich ist anders.
Das war knapp – Von wegen, Vorbereitung ist alles!
Die letzten beiden Tage verbrachte wir im Corfwater-Camping in Petten. Das ist ein kleines verschlafenes Fischerdorf. Zumindest war es das. Dann wurden Sommerresidenzen gebaut und dann kamen Caffee’s und Restaurants. Es sind zehn oder elf insgesamt, aber nur zwei haben auf. Die Saison ist vorbei. Daß die Saison vorbei ist, merkte man auch am nächtlichen Sturm. Der Purzelhase wurde glücklicherweise wach und schloß unsere ganzen Plastefenster. Andere hatten da weniger Glück. Es zerfetzte etlichen Campern die Vorzelte und schlimmeres. Und das bei max. 6 Bft.
Das war das eine Knapp. Das andere Knapp lauerte auf Texel (niederländisch Tessel gesprochen) auf uns. Wir haben versehentlich einen Platz für einen Wohnwagen reserviert. Da können wir mit dem Wohnmobil nichr auf, weil wir mehr als doppelt so schwer sind. Das erfuhren wir beim Einchecken auf dem Campingplatz und Wohnmobilstellplätze waren ums verrecken ausgebucht. Und das auf einer winzigen Insel! Man gab uns den Tipp, in der Tourismusinformation anzurufen. Taten wir. Dort teilte man uns mit, daß inselweit noch 18 ( achtzehn) Wohnmobilstellplätze verfügbar seien. Ist ja irgendwie nicht sooooviel. Aber wir bekamen einen. In der Nähe des Texel Airport. Ome.
Noch am Strand Corf-Water
Die Dinger sind im wahrsten Sinne des Wortes der Renner undwerden von den Senioren mit Begeisterun genutzt. Kommt man damit doch bis ans Wasser.
Alkmaar ist ein süßes Städtchen und es war mal soetwas wie die Käsehauptstadt. Ie es in Delft mal 200 Brauereien gab, gab es in Alkmaar unglaublich viele Käsehändler. Aber auch das ist Vergangenheit.
Schon mehrfach gesehen. Damit Radfahrer ihren Müll geziehlt platzieren können 😀
De groote Kerk
Hier kqnn man für 5 € bei 29° im Schatten die Aussicht über die Stadt erklimmen. Die spinnen, die Holländer. Oder ich bin einfach nur zu alt für sowas.
Wir haben in fünf Tagen einen Campinglatz auf Texel (niederländisch Tessel gesprochen) gebucht. Das ist die größte niederländische Nordseeinsel. Dank der Kommunikationsmöglichkeiten haben wir uns gerade zwei Berichte zu Texel angesehen und wissen, daß die gebuchten vier Nächte echt knapp sein werden.
Ich muß hier etwas vervollständigen. Ich hatte mit der Betreiberin von de Wijnhaven einen kurzen Schwatz gehalten. Ich meinte, daß Delft eine wunderschöne Stadt sei und ich den Eindruck hätte, es sei eine Stadt zum Leben. Das bejahte sie vehement. Daraufhin kamen wir darauf zu sprechen, wann wir denn wiederkommen. Ich sagte eher vage, in 1, 2 oder 3 Jahren. Darauf sie:“in einem Jahr“. Soweit, sogut. Wir haben dem Wijnhaven bei Google 5 Sterne gegeben und einen kurzen lobenden Text dazu gesetzt. Darauf antwortet sie doch glatt mit einem Dank für die Bewertung, einem Wunsch für eine weitere gute Reise und dem Hinweis, daß wir uns ja in einem Jahr sehen 😀.