Durchsuchen nach
Kategorie: Wohnmobil

So ein Scheiß – PoT-Award

So ein Scheiß – PoT-Award

Wir müssen ja irgendwie mal raus, denn wir sind immer noch krank, wenn auch fieberfrei. Also beschlossen wir, bis zum Wohnmobil zu laufen und nachzusehen, ob es den Sylvesterscheiß überstanden hat. Was wir vorfanden, schockte uns. Von außen unversehrt. Von innen auf den ersten Blick auch. Aber dann öffnete PuHa eine Schublade in der Küche.

Sieht nach Rattenfraß aus. Verfluchte Scheiße!

Glücklicherweise Allein

Glücklicherweise Allein

Heute nachmittag stand hier ein weiteres Wohnmobil und ein Transporter, der aussah,als würde er als Wohnmobil genutzt. Das ist viel, normalerweise gibt es soetwas nicht. In den letzten 5 Jahren standen wir immer allein, abgesehen von PKWs. Daher habe ich mal nachgesehen. Irgendein Vollidiot (kann man das gendern?) hat diesen Parkplatz hier am 17.08.2021 in eine Wohnmobilapp eingetragen. Das bedeutet für den Sommer nichts gutes. Denn damit kommen nicht nur viele Womos, sondern auch die Idioten her. Die, die unbedingt Müll da lassen müssen und im Notfall auch das Klo ins Gebüsch kippen.

Für heute Nacht sind wir glücklicherweise wieder allein.

Ansonsten sind der Nebel und der Mond heute noch einmal spektakulärer als gestern.

Noch einmal Netzen bei Nacht

Wir haben den 12. November 2022!!!!
Vorstoß weit nach Osten – Apokalyptisch

Vorstoß weit nach Osten – Apokalyptisch

Wir stießen heute weit nach Polen vor. Als erstes mußten wir durch den Polenmarkt in Leknica (Lugknitz). Das war apokalyptisch und mir ist nicht klar, warum das Ding „Polenmarkt“ heißt. Es gab zwar jede Menge polnische Verkäufer, ansonsten waren aber nur Deutsche da, die billig chinesischen Krempel kauften. Irgendwie fühlte es sich falsch an. Allerding muß ich zugeben, daß die Leute da aussahen, als müßten sie dort kaufen.

Zielgruppenorientierte Ware

Das eigentliche Ziel war jedoch der Geotouristische Pfad, den Polen durch ein ehemaliges Bergbaugebiet anlegte. Hier gibt es alte Braunkohletagebaue und Bergbaustätten unter Tage, die nicht mehr in Betrieb sind. Besonders die alten Gruben sind sehenswert. Hier hat man in den 60er Jahren den Bergbau eingestellt. Hat die die Stützen und Armierungen entfernt und dann die Gruben sich selbst überlassen. Der Boden darüber sackte mit Wald ab, die Senken füllten sich mit Regenwasser. Das Wasser kam mit gelösten Substanzen des Bergbaus in Kontakt, z.B. Schwefelverbindungen und alles starb ab. Und das sieht echt apokalyptisch aus.

Es gibt hier nicht mal Vögel.

Zusätzlich hat die Region mit der Dürre und dem daraus resultierenden sinkenden Grundwasserspiegel zu tun.

Das ist (war) eine Quelle
Es waren 17 Km

Eigentlich wollten wir heute nach Park Branitz fahren. Aber wir waren beide knülle und beschlossen, eine weiteren Tag in Bad Muskau zu verbringen. Morgen geht es in den Park und ins Schloß und ins Museum. Kuchen essen. Der Purzelhase muß einer Kollegin einen Liebesbrief aus dem Automaten mitbringen.

Da wir heute, am 30. Oktober wieder völlig durgeschwitzt waren, trotz kurzärmligen Tshirt, schmissen wir den Boiler an und duschten. Ich glaube, man muß nicht nach Spitzbergen reisen, um zu merken, daß mit dem Klima etwas nicht stimmt.

Herbst

Herbst

Was bietet sich im Herbst mehr an, als Bad Muskau? Genau da sind wir. Allerdings ging es heute nicht als erstes in den Pückler Park Bad Muskau, sondern in den Kromlauer Park mit der Brücke Rakotz. Die Brücke wurde 1883 fertig gestellt und ist heute eines der bekanntesten Fotomotive in den sozialen Medien weltweit. Um es mal ganz klar zu sagen: Ich habe einen Großteil meiner Kindheit hier ganz in der Nähe verbracht. In Vetschau. Da habe ich nie etwas von dieser (sinnlosen, weil funktionslosen) Brücke über einen künstlich angelegten 35 meter breiten See gehört. Aber bei irgendeiner Gelegenheit vor irgendwelchen Jahren kam jemand mit einem Fotoapparat im Herbst hier vorbei und machte ein Foto. Mystisch im Herbst mit Nebel. Das postete er und wurde berühmt. Noch berühmter wurde das Bild mit der Brücke, die zusammen mit ihrem Spiegelbild im Wasser einen Kreis bildet. Wir hatten eine Wanderung von ca. 15 km geplant und der Purzelhase sagte mir ungefähr 500 m vor der Brücke, daß es dort etwas voller werden könnte. Denn bis dahin hatten wir auf den 7 km kaum einen Menschen getroffen. „Etwas voller“ ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Es waren fantastilliarden Menschen da. Alle mit Handys oder Fotoapparaten bewaffnet. Ome. Und alle fuhren mit dem Auto auf den Parkplatz um die Ecke, tobten um den winzigen See, stiegen dann wieder ins Auto und fuhren weiter oder nach Hause. Es ist eine komische Welt.

Rakotz Brücke in Kromlau

Auf dem Rückweg nach Bad Muskau lernten wir in Gablenz noch eine nette Kneiperin kennen, welche die Kneipe nur am Freitag, Samstag und Sonntag öffnet, weil alles andere nicht lohnt und waren ansonsten froh, wieder allein zu sein.

Der Nachbar dieses Grundstücks erklärte auf meine Frage, ob dort ein Funkamateur wohne, daß die Konstruktion schon aus DDR-Zeiten stammen würde. Der Nachbar hätte halt ALLES sehen wollen :-).

Wenn ich am 29. Oktober mit einem kurzärmligen T-Shirt im Wald wandere und dabei schwitze und außerdem Hummeln treffe, stimmt etwas nicht. Und dann können wir uns über junge Menschen, die sich auf der Straße festkleben noch so doll aufregen – sie haben recht. Esist Zeit, die Notbremse zu ziehen.

Meine gestrige Tour

Meine gestrige Tour

15,2 km. Vorbei an Seen, die immer kleiner werden (Straussee) oder schon keine mehr sind (Herrensee). Es gibt für den Straussee eine Studie zu den Ursachen der Pfützisierung. Man kam zu dem Ergebnis, daß die Ursachen uu aller erst in den klimatischen Bdingungen zu suchen seien. Es regnet in den letzten Jahren wohl weniger und aufgrund der heißen Sommer verdunstet mehr Wasser. An zweiter Stelle steht dann aber schon die übermäßige Grundwasserentnahme. Und in dieser Gemengelage wurde Tessla genehmigt. Ome.

Der Rest des Herrensee’s
Ausgetrockneter Zufluß

Hier stehe ich eigentlich mitten im Annafließ
Es ist zum Heulen

Es ist zum Heulen

Das ist der Straussee in Strausberg, der durch Grundwasser gespeist wird. Dem See fehlen 1 – 1,5 meter Wasser. Es ist übrigens das gleiche Grundwassergebiet, aus dem auch Tessla versorgt wird..

Berlin

Berlin

Wir kamen bei 32° im Schatten zu Hause an. Jetzt hadern wir noch ein wenig mit dem Schicksal und werden morgen wieder unsere arbeitsvertraglichen Pflichten erfüllen.

Braucht man das? Leider. Das Geld, um den Rest zu finanzieren.

Helsinki

Helsinki

In den letzten Tagen ist nix aufregendes passiert. Von Juuma bis Helsinki waren es auch noch um die 900 km. Also machten wir uns am 19.06. auf den Weg in Richtun Helsinki. Eine eintägige Pause legten wir in Kuopio ein. Aber auch hier gabe es nix weltbewegendes, bis auf die Aussicht auf die Stadt vom dortigen Fernsehturm.

Seit gestern sind wir in Helsinki, auf dem einzigen Campingplatz der Stadt. Am Freitag geht die Fähre.

Heute waren wir als erstes in der Temppeliaukion kirkko. Das ist eine Kirche hier in Helsinki, die man in den Granit gesprengt hat. Man hat tatsächlich ein großes rundes Loch in den Granit gesprengt, ein Dach drauf gesetzt und fertig war die Laube, ähhmm Kirche.

Danach ging es ins Museumsdorf Seurasaari. Ein Freilichtmuseum mit Häusern des 19.Jh aus ganz Finland.

Eine Pfeifensammlung im Haus einer wohlhabenden Familie aus Turku
Das ist eine Armer-Mann-Puppe. Mit ihr wurde für die Armen gesammelt. Sie sollte die Bessergestellten immer daran erinnern, daß es auch jene gab, die es schwerer hatten

Es geht wieder

Es geht wieder

Wir sind in Juuma (wo gestern die Umweltsau aus Sachsen-Anhalt hinter uns aufschlug) und wanderten heute wieder. Es waren 15 km und das einzige, was sich meldete, war mein rechtes Knie. Also nix in Sachen Corona, obwohl ich gestern noch positiv war.

Darum hier einfach Eindrücke des Tages:

\n

Mein Gott, wer will schon sooo wohnen?

Ich koche Essen.
Purzelhase macht ihr eigenes Ding.

Der Penner on Tour Award geht heute naaach

Der Penner on Tour Award geht heute naaach

STENDAL! An einen grünen Kastenwagen.

Wir stehen auf einem kleinen Wanderparkplatz. Es ist still bis zum geht nicht mehr. Kommt der Stendaler Idiot in seinem grünen Kastenwagen und stellt sich hinter uns. Anschließend holt er ein Gestell aus seiner Karre, in dem ein Strom-Generator untergebracht ist. Und dann schmeißt der doch echt den Generator an, um Powerbanks, Handy’s und son Krams zu laden. Ich rüber und frage freundlich, ob das Ding die ganze Nacht läuft. „Geh isch mal nisch von aus“. Daraufhin fange ich an, daß man in Island das Jedermannsrecht schon eingeschränkt hat und … . „Wir sind hier nicht in Island. Wir sind in Finnland und da gilt das Jedermannsrecht“. Woraufhin ich versuche, klarzustellen, daß auch die Finnen es irgendwann einschränken werden. Außerdem sollte man, wenn man Strom braucht einfach auf den 100 (EINHUNDERT) meter entfernten Parkplatz fahren. Von Solarzellen wollte ich nicht anfangen. Meine Ausführungen wurden mit :“Du bist ein Penner“ quittiert, was ich schlagfertig mit „DUUU bist der Penner! Auf die Fresse haben?“ konterte. Selbst halbe Sachsen sind oft einfach das Letzte.

Wir fuhren dann auf den Campingplatz. Nachdem wir weg waren, stellte er den Generator von vor seiner Karre hinter seine Karre, damit er ihn vorne nicht so stört. Er hatte also echt Rücksicht auf uns genommen, denn sonst häte das Teil zwischen ihm und uns gestanden. Oder er wußte einfach nur, daß das Teil laut ist.

Penner on Tour aus Stendal.
Wir schniefen noch

Wir schniefen noch

Sind aber beide aus dem gröbsten raus. Daher werden wir morgen Sodankylä verlassen und in Richtung Kuusamo fahren. Leider bleibt für die Rückfahrt nicht so viel Zeit, wie eigentlich geplant. Sie muß also etwas eingedampft und komprimiert werden. Das bedeutet dann aber auch, daß Nordfinnland auf unserer Wunschliste bleibt. Denn Inari und den Inarisee sahen wir buchstäblich nur durch das Autofenster. Und das 4 Tage lang.

In Sodankylä findet derzeit ein totales SuperspreaderEvent statt. Es kommen 15000 Finnen, um gemeinsam auf dem MidnightSun Filmfestival Kino zu gucken. Das Festival wurde 1986 von den Kaurismäki-Brüdern ins Leben gerufen. Es geht schlicht um gemeinsames Filmegucken unter der Mitternachtssonne. Denn wir sind hier immer noch ca. 100 km nördlich den Polarkreises und es gibt auch hier Tage, an denen die Sonne nicht untergeht (derzeit vor Wolken und Regen allerdings nicht zu sehen). Bloß gut, daß wir Bad und Toiletten an Bord haben. Denn viele Besucher und Mitarbeiter nächtigen hier auf dem Campingplatz. Der diesjährige deutsche „Beitrag“ ist übrigens ein Edgar Wallace von 1964 , „Die Gruft mit dem Rätselschloss“ . Sprache ist Deutsch, Untertitel in Finnisch und Schwedisch.