Wetter

Wetter

Wir machten heute eine Tour über die Westseite der Insel. Wir wollten nach Mosteiras, welches ein malerisches Örtchen ist. Eigentlich sollte es vom Nachbarort zu Fuß gehen. Der Weg fûhrte aber an der Steilküste entlang und wir hatten Windstärke 7 Bft. Da liefen wir lieber zum Auto zurück und fuhren den Rest des Weges, denn der Wanderweg war uns zu gefährlich. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Mal regnete es, mal schien die Sonne, in jedem Fall brauste der Wind. Dieses Wetter soll für die Azoren typisch sein. Für heute gibt es eine Sturmwarnung mit Windgeschwindigkeiten bis 10 Bft (100 km/h).

Steht leer.

Derartig billig aussehendes Krippenspiel ist hier an allen Ecken zu finden.
Da das schon der 2. mickrige Weihnachtsbaum ist, den ich sehe, blende ich ihn hier einmal ein. Es gibt auf der ganzen Insel keine vernünftigen Weihnachtsbäume. Also behilft man sich mit soetwas
Auch hier allerorten Verfall und Leerstand

Anschließend besuchten wir noch einen Leuchtturm aus dem Jahr 1901.

Der Leuchtturm ist heute noch in Betrieb. Das Haus war früher die Wohnung der Familie des Leuchtturmwärters. Heute läuft alles vollautomatisch.

Noch ein Wort zu Leerstand und Verfall. Die Leute hier sind arm. Der Durchschnittsverdienst liegt bei ca. 13000 € pro Jahr. Ich habe nur 3 hochpreisige Autos gesehen, welche wahrscheinlich keine Mietwagen waren. Die Bevölkerung fährt alte, verrostete Kleinwagen oder irgendwelche uralten, ebenfalls verrosteten Allradler. Unser Dacia-Mietwagen ist (wie alle anderen Mietwagen) ein echtes Schmuckstück. Man sah sich sogar gezwungen, hier auf den Azoren einen höheren Mindestlohn festzusetzen, als auf dem Festland. Viele Häuser werden offensichtlich nur noch als Ferienhäuser genutzt.

Dafür wird in der Hauptstadt Ponta Delgada fleißig an neuen superschicken und teuren Hotels gebastelt.

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