Lê Havre

Lê Havre

Wir stehen in einer Stadt, die einfach “ Der Hafen“ heißt. Die Altstadt wurde bei Alliiertenbombardements in 1944 quasi dem Erdboden gleichgemacht. Ein Wiederaufbau wurde bewußt ausgeschlossen. Ein 60-köpfiges Architektenteam wollte ein modernes Viertel errichten und das ist ihnen gelungen. Die ehemalige Altstadt erinnert mit ihren Bauten ein bisschen an die Karl-Marx-Allee in Berlin. Es ist nicht schön, ob es lebenswert ist, kann ich nicht einschätzen. In jedem Fall ist es der erste Stopp, bei dem wir im Restaurant sofort gefragt wurden, ob wir auf französisch oder englisch kommunizieren wollen. Was wir dankbar taten – englisch. Denn das ist tatsächlich ein Problem. Unabhängig davon, daß Franzosen oft keine andere Sprache als Französisch sprechen wollen, können sie es oft schlichtweg nicht. Morgen geht es in das Bad an der Kanalküste, nach Deauville.

Die Eglise Saint Michel von innen. Selten so etwas düsteres gesehen. Da kommt nicht mal der schwarze Dom in Trontheim (Norwegen) ran.
Die Kirche des heiligen Michael. Nach der Zerstörung 1944 neu interprettiert.
Monument zum Gedenken an alle, die von den Nazis getötet, verschleppt wurden, oder bei der Befreiung starben.

Wir stehen etwas außerhalb und wollten die Stadt mit den Rädern erkunden. Was für eine Schnapsidee! Die Stadt liegt in einem Tal, das nur über andere Täler erreichbar ist. Also ließen wir die Räder irgendwann stehen und liegen über gefühlt 4235 Treppenstufen nach unten in die Stadt. Rückzu hatte ich keine Lust mehr und wir nahmen die Seilbahn.

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