Wetter war scheiße. In der Nacht haben uns die Böen ordentlich im Auto durchgeschüttelt. Es regnete fast ununterbrochen. Also besuchten wir heute noch das Sorbische Museum und machten uns dann so gegen halb drei auf den Rückweg. Auch hier regnete es. Wir kamen in Berlin an und es regnete junge Hunde. Es war dennoch ein schönes Wochenende und Bautzen lohnt einen Besuch. Besonders der namensgebende Fluss, die Bautz, lohnt sich.
Jetzt zerrt der Sturm ganz ordentlich an unserem Womo
Bis ins Sorbische Museum haben wir es heute nicht geschafft. Schuld ist das Bautzener Stadtmuseum, das uns länger gefangen hielt, als eigentlich geplant. Denn es ist überraschend gut. Hierzu ist grundsätzlich anzumerken, daß die kleinen kommunalen Museen unheimlich aufholen und attraktiv werden. Das fiel mir in Brandenburg an der Havel oder auch in Bad Muskau auf. Vielleicht haben die Kommunen erkannt, daß man mit den kleinen Bildungsstätten Touris anziehen kann. Wäre völlig ok.
Zumindest haben wir im Stadtmuseum Bautzen über 3 Stunden zugebracht und waren noch nicht durch. Es fehlten noch die Gemälde – die kniffen wir uns :-).
Anschließend wollten wir in Bautzen´s sorbischem Restaurant essen – war voll durchreserviert. Beim (Räuber)Karasek ging es so, wir bekamen einen kleinen Tisch, den andere wahrscheinlich als Katzentisch reklamiert hätten.
Jetzt sitzen wir wieder im Wohnmobil (Petra nennt es liebevoll „BIA“ – wegen des Kennzeichens) und um uns herum tobt wieder das Wetter. Es regnet in Strömen und ausdauernd, es herrschen Böen, die das Fahrzeug zum Erzittern bringen. Blitz und Donner gab es glückicherweise nur ganz kurz.
Es hat die ganze Nacht geregnet. Aber egal. Heute möchte der Purzelhase ins Sorbische Museum. Aber esrt einmal wird bei Bäcker Marx in der Karl-Marx-Str. gefrühstückt.
in Bautzen. Aber fragt nicht, wie! Heute gab es Windböen bis Stärke 8. Auf dem Weg von Cottbus nach Bautzen merkten wir das – und zwar mit Schmackes. Man muß sich vorstellen: Unser Auto ist 3 meter hoch und 6 meter lang. Bei Windböen merkt mann während der Fahrt jeden einzelnen Quadratcentimeter.
Aber die Stadt entschädigt für alles. Es ist eine süße, kleine Kleinstadt. Heute sind wir kreuzdiequer durchgelaufen. Haben uns Wasserkunst angesehen. Morgen soll es durchweg regnen. Daher werden wir morgen sämtliche Museen der Stadt aufsuchen. Und hoffen, daß die Frauentagstruppe, die wir heute trafen, nicht mehr in der Stadt ist
Zum vorletzten Geburtstag schenkte ich meiner Frau die Stadt Bautzen. Zumindest für ein Wochenende. Und mithilfe eines Gutscheins. Wir beschlossen, den Gutschein an diesem verlängerten Wochenende einzulösen. Naja, sie löst ein und ich dann irgendwie aus. Gekommen sind wir erst einmal bis Cottbus. Morgen (heute) in der Früh geht es weiter.
P.S.:Auto ist immer noch kaputt. Aber natürlich fahrtüchtig. Ist trotzdem extrem ärgerlich.
Meine Mutter, welche in Wandlitz wohnt, hatte Geburtstag. Es bietet sich in so einem Fall an, zur Feier mit dem eigenen Haus anzureisen. Dann muß nämlich keiner nach Hause fahren und es gibt keine Diskussion, wer nichts trinkt. Heute laufen wir noch um den Liepnitzsee. Derzeit ist Halbzeit im Restaurant Liepnitz in Ützdorf.
Wir haben von Stolzenhagen nix gesehen, stehen aber hier auf dem Parkplatz.
Ja, wir sind wieder der Stadt entflohen. Der Beschreibung in der Wohnmobilapp zufolge stehen wir an einem Friedhof 💀. Gesehen haben wir auch davon nix. Es war schon dunkel, als wir ankamen. Aber es ist himmlisch ruhig hier.
So, jetzt habe ich einen Moment mehr Zeit. Wir haben also den Vertrag unterschrieben. Heute Abend fahren wir erst einmal mit der Bahn nach Hause. Das Auto muß umgemeldet werden und dann können wir es holen.
Wir standen heute echt zeitig auf und fuhren nach Stahnsdorf, um uns den Waldfriedhof anzusehen. Hier sind ein Haufen bekannte und prominente Leute begraben. Das ist aber eigentlich egal. Es ist ein super Areal zum Laufen. Von aufgeräumt parkähnlich bis mystisch verwunschen und verwildert ist alles dabei. Es ist heute super Licht – wir haben also auch Fotoapparate eingepackt. Petra hat sogar die alte, analoge Praktika reanimiert :-).
Jetzt sitzen wir in einem Caffee und ich will von Euch wissen, wie es heißt:
Wir haben heute eine 12km-Wanderung gemacht und zwischen Gottleuba und Hohengießhübel fand ich diese Tafel. Im unteren Abschnitt wird von einer Schlacht berichtet. Die Sachsen waren mit den Österreichern gegen die Preußen verbündet (das erwähnen die Tafelschreiber immerhin). Aber die Schlacht endete nur für die Österreicher katastrophal. Kein lebender Sachse würde zugeben, von Preußen den Arsch voll gekriegt zu haben. So sind se.
Da es heute (na klar) wieder regnete, fuhren der Purzelhase und ich nach Sebnitz. Sie wollte dort in die Schaumanufaktur für Kunstblumen. Hierzu muß man wissen, daß Sebnitz früher den Weltmarkt für Kunstblumen dominierte. Anfang des 20ten Jahrhunderts arbeiten bis zu 18000 Menschen in der Kunstblumenfabrikation. 1947 waren es 10000 und 1990 immerhin noch 3000. Es gab Zeiten, da kamen 2/3 aller weltweit hergestellten Kunstblumen aus Sebnitz. Darum wurden bis in die 70er Jahre des 20ten Jahrhunderts alle privaten Kunstblumenfirmen verstaatlicht. 1990 war schlagartig Schluß. 3000 Leute waren betroffen. Den einstigen Wohlstand und auch das lange dauernde Ende sieht man der Stadt deutlich an. Wunderbare Häuser, Villen und massiver Leerstand sind eine ganz schlechte Kombination. In Sebnitz jedoch mit erschreckender Deutlichkeit anzutreffen.
Die Schaumanufaktur wurde 2002 von der Stadt gegründet und produziert mit 12 Mitarbeitern Kunstblumen. Man kann sie im Shop kaufen. Die sind echt teuer, aber auch echt gut. Ich selbst muß nie wieder Rosen fürmeine Frau kaufen 😉.
Die größte künstliche Rose der Welt. Mit Eintrag ins GuinnesbuchEigentlich ist Fotorafieren verboten. Eine Mitarbeiterin sagte aber, wenn es nur ein Bild ist, sei es in Ordnung
Als Kind war ich in der Gegend hier ab und zu im Winterurlaub. Ich kann mich erinnern, daß wir bei miesem Wetter nach Sebnitz zu shoppen fuhren. Das ist lange vorbei.