Urlaub ist alle
Ab morgen müssen wir wieder arbeiten gehen. Wir finden beide, daß das nicht gerecht ist, können es aber nicht ändern.
Disneyland in Dresden – VW paßt da gut rein
Gestern war unser Abreisetag aus dem Elbsandsteingebirge. Wir haben noch einen Abstecher über Dresden gemacht und hier das Disneyland Dresdens besucht. Aus markenrechtlichen Gründen hat man es nicht Disneyland sondern Frauenkirche genannt. Das Ding sieht im Inneren aus, als wäre es im Verfahren Malen-nach-Zahlen entstanden. Was dem nicht entspricht, ist nach dem Motto was-nicht-glänzt-ist-auch-kein-Gold entstanden. Darum glänzt der Rest! Von Mahnung an Krieg, Zerstörung und Tod ist nichts mehr zu spüren. Die Besucher benehmen sich wie in Neuschwanstein. Solltet Ihr mal nach Dresden kommen, verkneift Euch dieses Haus – geht besser in die Kreuzkirche.
Die Kirche ist eigentlich evangelisch-lutherisch – sieht man ihr aber nicht an. Und vor der Kirche wurde der Herr Luther auch sehr präsent aufgestellt.
Zum Thema Disneyland passen auch die Gäste des gegenüberliegenden Hotels Steigenberger. Als der erste VW Phaeton vorfuhr, dachten wir uns nichts dabei. Auch beim zweiten noch nicht. Beim Dritten fingen wir an nachzudenken:’Mmhh, VW hat ein Problem mit seinen Dieselfahrzeugen. VW ist im Verteidigungsmodus und muß über einheitliche Sprachregelungen nachdenken.‘ . Fakt ist, es fuhren Phaetons aus Märkische Kreis (MK), Kreis Soest (SO), Stuttgart (S), Landkreis Emsland (EL), Kreis Unna (LÜN), Essen (E), Düsseldorf (D) und Landkreis Märkisch-Oderland (MOL) vor. Und zwar allein in den 2 Stunden, die wir gegenüber in der Burgerei gesessen und gegessen haben (übrigens sehr zu empfehlen).
An der Stelle kann ein wenig unnützes Wissen nicht schaden. Phaeton (griech.: der Glänzende) ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Helios und der Klymene. Er bat seinen Vater, einmal den Sonnenwagen lenken zu dürfen. Klar durfte er und hat prompt alles auf der Erde in Brand gesteckt, weil er einen Unfall baute. Über die Ursachen wird bis heute gestritten, der Hersteller des Sonnenwagens teilte mit, es handele sich um das Fehlversagen Einzelner. Gesichert ist: Phaeton wurde von Zeus auf Bitten der Erde erschossen (mit einem Blitz – das deutet auf Opel hin). Die Schwester des Phaeton, die Heliaden (sie war die Verantwortliche, denn sie hatte die Pferde angeschirrt) wurde zu Schwarzpappel oder Erlen umfunktioniert. Ist auch sinnvoll, denn die Bäume können CO² in O² umwandeln. Leider gilt das nicht für Stickoxyd. Wie die Erde gelöscht wurde ist leider nicht überliefert. Wahrscheinlich mit Löschfahrzeugen von Daimler.
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Peter Paul Rubens: Der Sturz des Phaethon (Quelle: Wikipedia, Original in National Gallery of Art, Washington D. C.)
Die Elbe mit dem Fahrrad erkunden
Heute sind wir mit dem Wanderschiff von Bad Schandau nach Hrensko in Tschechien gefahren. Mitgenommen haben wir die Räder, denn wir wollten den Elbe-Rad-Wanderweg erfahren und zwar bis Bad Schandau zurück. Den ersten Schock bekam ich in Hrensko selbst. Daß es in dem ersten Ort nach der Grenze einen Markt gibt war ja irgendwie klar. Daß der dann aber fest in vietnamesischer Hand ist, hat mich dann doch verwirrt. Den nächsten Schock bekam ich bei Ansicht verschiedener Hochwassermarkierungen. In diesen Marken gab es nur ein Hochwasser, welches das von 2002 um wenige Zentimeter übertraf. Und das war am 31.03.1845. Es gibt in Bad Schandau einen nicht zu übersehenen Laden-Leerstand, welcher zumindest zum Teil auf das Hochwasser von 2002 zurück zu führen ist. In Sachen Immobilien kann man hier wahrscheinlich ein Schnäppchen machen.
Die Radfahrt selbst war herrlich. Das Wetter hat mitgespielt und der Schweinekrustenbraten für Petra und der Gulasch für mich auf der tschchischen Seite waren hervorragend.
Diese Villa steht zum Verkauf.
Uhren
Ja, das ist sie. Das ist DIE Uhr. Eine Lange 1 aus der Manufaktur A. Lange & Söhne in Glashütte. Die Uhr kostet mehr als unser Auto (Neuwagen). Habe extra nachgesehen. Und sie kann nichts, als die Zeit und das Datum anzeigen. Da können meine Citizen´s und Casio´s deutlich mehr. Und die gehen auch immer genau wegen der Funksteuerung. Und die bleiben auch nie stehen wegen des Solarantriebs. Von der Wasserdichtigkeit will ich mal nicht reden. Und trotzdem. Die Lange 1 ist DIE Uhr :-).
Wir waren heute im Uhrenmuseum in Glashütte. Derzeit läuft hier neben der normalen Ausstellung eine Sonderausstellung über die Zeit der Uhrenherstellung in der DDR. Wir waren beide angenehm überrascht, wie wohlwollend über diese Zeit berichtet wird. In Glashütte haben sich nach dem Ende der DDR wieder die ursprünglichen Uhrenmanufakturen und ein paar neue angesiedelt. Die stellen echt coole Uhren her. Mehr ist in Glashütte nicht zu finden. Aber wenigstens hat man den Eindruck, der Stadt geht es finanziell gut. Es sind nicht einmal Parkgebühren zu zahlen.
Anschließend haben wir noch einen Abstecher nach Pirna gemacht. Hier werden um punkt 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt. Selbst die meisten gastronmischen Einrichtungen am Markt schließen um diese Zeit.
Knülle aus dem Kirnitzschtal (sindwagarnichtsagtpetra)
Wir sind heute völlig knülle, aber glücklich. Früh fuhren wir nach Bad Schandau und stellten dort das Auto ab. Das Ziel der Aktion war die fußläufige Eroberung des Kirnitzschtals. Das ist ein wunderbarer Flecken Erde und die Tour (nicht das Tal) endet am Lichtenhainer Wasserfall. Der Wanderweg heißt Flößersteig und ist ein anspruchsvoller Weg oberhalb des Flusses Kirnitzsch. So anspruchsvoll, daß ich an einigen Stellen echt den Fotoapparat einpackte, um beide Hände zum Klettern frei zu haben. Teilweise kann man sich nur an Ketten hochziehen, um vorwärts zu kommen. Wir waren dann ziemlich froh, am Lichtenhainer Wasserfall anzukommen. Die Kneipe da sieht immer noch aus, wie vor 40 Jahren :-). Es sind die Orte meiner Kindheit, ich habe hier oft den Urlaub (besonders im Winter) verbracht. Allerdings weiß ich nicht mehr genau, ob der Wasserfall schon zu DDR-Zeiten alle halbe Stunde „gespült“ wurde. Für den Rückweg haben wir die Kirnitzschtal-Bahn genommen. Das ist eine uralte Straßebahn, die fürchterlich quitscht, rasselt und rumpelt. Aber es ist eine wuderschöne Fahrt.
Uns geht es rundrum gut und Petra bat mich, dies mit folgendem Bild zu dokumentieren.
2. Urlaubswoche – Chaos schon am ersten Tag – Ulaub ohne Handy´s
Ome, war das ein Tag! Wir haben uns für diese Woche im Elbsandsteingebirge, in Cotta A (ein Ortsteil von Dohma) eingemietet. Es gibt auch ein Cotta B :-). Muß man aber durch den Wald laufen.
Auf alle Fälle machen wir uns heute früh auf den Weg. Auto ist voll, sogar Fahrräder haben wir mit – wegen des Elbe-Radweges. Wir sind ungefähr 15 Km von der Berliner Stadtgrenze auf der Autobahn, da sucht Petra ihr Handy. Vergessen! Ich sage:“ Wo lag´s denn?“. Sie:“Auf dem Tisch im Wohnzimmer, gleich neben deinem!“. Na super. Mein panischer Griff in meine Bauchtasche ließ erkennen, daß sich an der Konstellation nichts geändert hatte. Was jetzt? Zurückfahren? Sind bis nach Hause ca. 30 Km, quer durch die Stadt. Wir beschließen, das Experiment zu wagen. Wir fahren ohne Handy in den Urlaub (naja – von Montag bis Freitag). Nächste Überlegung, wie sagen wir meiner Mutter Bescheid, daß wir telefonisch nicht erreichbar sind? Sie will uns eigentlich irgendwann anrufen und ein Schwätzcen halten. „Hast Du ihre Telefonnummer im Kopf?“. „Nein“. „Ich auch nicht.“. Haben wir Internet? Einen Surfstick habe ich wahrscheinlich mit (ist zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher). Aber kein Guthaben. Guthaben können wir unterwegs in Pirna kaufen. Aber Blog wird schwierig. In der letzen Zeit habe ich sämtliche Blogeinträge mit dem Handy erstellt. Im Handy ist das Password hinterlegt. Im Laptop nicht. Und ich weiß es nicht aus dem Kopf
Aber wie Ihr seht, hat alle funktioniert, sonst könntet Ihr diese Zeilen nicht lesen.
Und der Tag fand einen krönenden aber ebenfalls chaotischen Abschluß. Wie Ihr Euch sicher erinnern könnt, haben wir in der letzten Woche exakt einen Pilz gefunden. Dafür hatten wir Speck ohne Ende. Hierher haben wir natürlich keinen Speck mitgenommen. Bei einer kurzen Wanderung, die wir nach unserer Ankunft hier unternahmen, fanden wir derartig viele Pilze, daß ich noch einmal losfahren mußte und Speck besorgen. Das war nicht ganz einfach und ich mußte 2 Läden anfahren aber es hat geklappt und es gab Pilze mit Butterstulle und Speck satt.
Das ist nur die absolute Trophäe 🙂
So sieht unser Morgen aus
Vorläufig letzte Tag auf dem Boot
Tagesausklang
Ok. Der Zirkus war nett. Zwar teuer, aber nett :-). An Tieren gab es Pferdedressuren zu sehen. Die Pferde konnte man in der Pause auch streicheln – gegen eine weitere Gebühr von 2 Euro. Das haben wir uns verkniffen. Wir haben unser Geld lieber zum Italiener geschleppt und gut gegessen. Jetzt sitzen wir auf unserem Boot, hören dem Regen zu und lesen. Morgen werden wir irgendwo auf dem See am Anker verbringen und Samstag machen wir wieder im Heimathafen fest.
Der Hintergrund unseres heutigen Besuchs in der Werft, ist die Tatsache, daß noch ein paar Fenster erneuert werden müssen und wie üblich ein paar Farbarbeiten zu erledigen sind. Hierfür mußten wir einige Absprachen treffen und und ein Angebot einholen.
:-)
Nachtrag Zirkus
Die 9 Euro waren schon um 50 Prozent ermäßigt.
Zirkus
Pilze fertig
Pilze
Die Löcknitz
ome ( Oh man ey)
Grünheide
Wir liegen auf dem Peetzsee am Karma. Das ist ein Restaurant, das wir nur empfehlen können, nicht ganz billig aber gut. Der Tag selbst war turbulent. Wir wanderten durch das Löknitztal. Das ist tatsache Natur pur und nur noch Gegend. Ich natürlich mit Fotoapparat und vielen Objektiven. Irgendwann kommen wir an einer Ansammlung von Tintenkäfern vorbei, die eine Kugel Kacke schieben. Na besser geht es für ein Foto nicht. Ich also Macro rauf und in die Knie. Um es zu präzisieren: Ich hatte Flecken an Knie und Ellenbogen ;-). Beim Fotografieren höre ich hinter mir ein Kichern. Ich dreh mich um, nichts zu sehen, vor mir guckt meine Frau ganz unschuldig. Ich also weiter fotografiert. Wieder höre ich ein Kichern. Dreh mich wieder um und sehe zwei ältere Damen. Gucke nach vorn – da sitzt grinsend mein Weib. Haben sich die älteren Damen doch echt angeschlichen und gefreut, einen Hintern auf dem Wanderweg zu sehen. Und meine Frau amüsierte sich köstlich.
Außerdem kamen wir zu der Feststellung, daß der Altweibersommer echt da ist.
Pilze haben wir keine gefunden. Das war aber eigentlich der Sinn des heutigen Ausflugs.



















