Nach 1,5 Monaten
Wir sind seit anderthalb Monaten das erste Mal wieder mit dem Wohnmobil unterwegs. Heute vormittag ging es nach Buckow. Wir liefen eine große Runde und waren echt überrascht. Es waren Tod und Teufel mit Kind und Kegel unterwegs. Es war wie an einer Perlenschnur. Aber immer noch besser und mehr Abstand, als wir es hätten in einem der Berliner Volksparks gewährleisten können. Die Überlegung war eigentlich, am Ende des Tages wieder nach Hause zu fahren. Aber nach den 10 km waren wir mause. Daher entschlossen wir uns, ein Schläfchen zu halten. Und dann war es dunkel und glatt.

Hat einer von Euch eine Ahnung, wo Fichten vorkommen? Kommt Ihr nie drauf. Zum Beweis habe ich die wissenschaftliche Erläuterung, die neben der höchsten gemessenen Fichte Brandenburgs angebracht ist abgelichtet. Man glaubt es kaum.

Weihnachten
Wir sind zu Hause. Eigentlich sah der Plan vor, daß Petra an Heiligabend ihre Mutter besucht und wir am 1. Feiertag ins Wohnmobil steigen und irgendwo in den Wald fahren. Alles Pustekuchen. Im Heim von Petras Mutter gab es einen Coronafall. Meine Rede, daß man in dieser Situation nicht dorthinfährt, bevor nicht alle durchgetestet sind, fand glücklicherweise Gehör. Machte den Heiligabend für den Purzelhasen aber zu einer Tortur. Von der Womo-Tour sahen wir dann ebenfalls ab. Einerseits ist das Wetter echt ekelig, andererseits ist immer noch Corona. Also eröffneten wir die beiden Feiertage jeweils gegen Mittag mit Sektchen. Heute gabe es dann den liebevoll nachbearbeiteten Film „Die Geschichte vom kleinen Muck“. Wer Lust hat, findet sie noch eine Weile unter: https://www.ardmediathek.de/ard/video/maerchen-im-rbb/die-geschichte-vom-kleinen-muck/rbb-fernsehen/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvbWFlcmNoZW5pbXJiYi8yMDE0LTExLTMwVDE1OjIwOjAwXzZhZjI3NjFkLTIwMWQtNDVjNC1hODFjLWNlYzVjODU0ZGY2Mi9kaWVfZ2VzY2hpY2h0ZV92b21fa2xlaW5lbl9tdWNr/
in der RBB-Mediathek.
Allen frohe und friedliche und gesunde Weihnachten.
Langsam geht uns Corona so richtig auf den Sack

Diese Werbung fand ich gestern auf der Seite des Berliner Senats. Da wir der Meinung sind, die haben mit dem Wochenendtipp, sich ins Shoppinggewusel zu stürzen, nicht mehr alle Latten am Zaun, setzten wir uns ins Wohnmobil. Es sollte nach Buckow in der Märkischen Schweitz gehen. Da wollten wir auf einem wenig frequentierten Parkplatz übernachten, den See umrunden – also ausspannen. Während der Fahrt durchstöberten wir ein wenig die Allgemeinverordnung zu Corona in Brandenburg. Dabei stellten wir fest, daß die touristische Übernachtung nicht nur für den, der sie anbietet teuer werden kann. Nein, auch der, der sie nutzt muß zwischen 250 und 10.000 € zahlen.
Also kehrten wir um, ich kaufte 4 Blurays und wir verbringen das Wochenende auf der Couch.
Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Shoppen in der Mall ist in Ordnung. Irgendwo in der Wallachei übernachten nicht. Die haben nicht alle Latten am Zaun.
Woauf muß bei Rundwegen unbedingt geachtet werden?
Geeehnau. Auf die Richtung!
Üblicherweise ist bei Rundwegen der Weg rechtsrum kürzer. Der Rundweg um den Möllensee macht hier eine Ausnahme. Hier ist der Weg linksrum kürzer. Muß man echt dran denken, wenn man loswandert.
Es war ein wirklich guter Tag. Das Womo ist wieder am Start und wir waren einmal um den ganzen See.
Wir haben es wieder
Seuche vs. Winterfest
Tierpark

War schön.
Abbruch
So ein Mist
Wir haben nochmal eine Woche Urlaub. Der Plan sah vor, diese mit dem Boot in Teupitz zu verbringen. Pilze suchen, zu Ulli essen gehen, einfach wandern. Sagt doch heute mein Hafenmeister zu uns, die Schleuse Neue Mühle sei ab 01.10.2020 bis 16.10.2020 geschlossen. Kurzer Blick in www.elwis.de und siehe da, er hat recht. Das würde bedeuten, wir kommen morgen mittag in Teupitz an und müssen Mittwoch vormittag wieder los. Denn der einzige Weg in den Wassersüden von Berlin und vor allem von da zurück führt über die Schleuse Neue Mühle. Also egal, ob man nach Storkow, Bad Saarow, Prieros, zu Teamgeist am Wolziger See, in den Spreewald oder eben nach Teupitz möchte – man muß jeweils hin und zurück durch Neue Mühle durch.
Aber wir beschlossen, Zeuthen, das Boot als Operationsbasis zu nehmen und mit dem Auto in die Pilze zu fahren.
Wird schon 😊. Hauptsache Urlaub, hauptsache draußen.
P.S.: Wohnmobil steht in der Werkstatt
Was für Penner
Ende (aufgehört)
Wir sind zu Hause angekommen. Es war geil, es gibt geile Bilder und wir sind glücklich. Morgen müssen wir wieder arbeiten. Mein Kollege und Bürokamerad bestätigte auf Nachfrage, den ersten Hauch meiner schlechten Laune bereits bemerkt zu haben.
Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön. Ja da kann man viele Leute an der Reeling …
Wir sind seit gestern von der Fähre runter. Es war fürchterlich. Zwischen Island und den Färöer Inseln herrschte ein derartiger Seegang, daß mein Purzelhase aus dem Kotzen gar nicht mehr rauskam. Vor Hirtshals war es dann noch einmal fast genauso schlimm. Sie ist ganz fest auf dem Trip, nie wieder so einen Kahn zu besteigen. Daher erarbeite ich schon Alternativen für die nächste Finnlandtour. Naschaumermal.
Jetzt stehen wir mitten im Nirgendwo in Dänemark. Heute werden wir uns wahrscheinlich bis Schwante durchschlagen.
Franzosenfjord
Gestern waren wir im Franzosenfjord (Fáskrúðsfjörður). Hierher kamen Ende des 19/Anfang des 20. Jh französische Fischer, vor allem aus der Bretagne, um in der Wintersaison zu fischen. An Land gingen sie nur selten. Hauptsächlich, wenn sie au (arbeitsunfähig) waren. Dafür gab es ein Lazarett, das Franski spítalinn. Und da waren wir gestern essen. Es ist heute ein Hotel und wahrscheinlich aufgrund Corona bald am Arsch.
Wie wir vorgestern erfuhren, hat die Isländische Regierung ab dem 19.08.2020 ALLE Länder zum Hochriskogebiet erklärt. Das bedeutet, egal, wo man herkommt – man muß für mindestens 5 Tage (wenns blöd läuft 6) in Quarantäne. Es wird bei Einreise ein Coronatest gemacht und dieser wird nach 5 Tagen (wenn ein Sonntag dazwischen ist nach 6) wiederholt. Wenn beide negativ sind, darf man weiter, dazwischen ist man in einer Quarantäneunterkunft. Mir hatte vor 3 Tagen schon eine (spanische!) Campingplatzmitarbeiterin davon erzählt und sich fürchterlich echauffiert. Dann könnten sie Kevlarvik (internationaler Flughafen bei Reykjavik) auch gleich schließen.
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Im Franzosenfjord sind die Straßenschilder noch heute zweisprachig.
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Derzeit stehen wir in Seydisfjördur. Von hier geht die Fähre nach Hause. Allerdings erst am Donnerstag, heute ist Dienstag. Das heißt morgen wandern – oder shoppen im einzigen Supermarkt des Ortes. Der Campingplatz ist jetzt schon rappelvoll. Bin gespannt, wie es morgen aussieht.

Heute vormittag beim Losfahren
7ter Tag mit Sonne
Petrus gibt sich inzwischen echt Mühe und die Sonne steht der Insel gut. Ich glaube aber, ich muß trotzden etwas geraderücken. Wenn hier die Sonne scheint, bedeutet das nicht automatisch, daß es warm ist. Ich habe gerade aufs Thermometer gesehen: es sind 14,3 °C im Schatten. Trotz Sonne den ganzen Tag lang ohne Wolken. Und es ist Sommer.
Gletscherlagune
Gletscher und mehr
Die letzten beiden Tage waren wettermäßig grandios. Der Sonnenschein wollte garnicht aufhören. Auch wenn die Sonne hier nur in dem Moment wärmt, in dem sie einen trifft. Ist sie weg, wird es sofort kühl.
Gestern waren wir am Schwarzen Strand reiten. Für den Purzelhasen war das Reiten eine Premiere, welche echt gut lief. Für mich war der schwarze Strand eine Premiere.
Anschließend ging es zu Fuß einfach quer durch die Gegend. Unter anderem waren wir auch an der Kirche von Vik, welche angeblich die meistfotografierte des ganzen Landes ist. Sie ist tatsächlich hübsch. Wenn man aber nicht den richtigen Winkel findet, sieht sie echt blöd aus, weil Gebäude auf dem Bild sind, die echt keiner haben will. Die Gebäude, die zwischenzeitlich in Vik gebaut wurden, grenzen an Körperverletzung. Die Dinger sind einfach nur häßlich, sind schnell hingeklotzt und sollen einfach nur Geld als Ferienunterkunft bringen. Und das zu Corona-Zeiten. Es sind in diesem Jahr nur 20% der Touristen von 2019 in Island. Uns ist es ja ganz recht, weil uns der ein oder andere völlig überfüllte Campingplatz entgeht, weil die Touristenattraktionen nicht völlig überlaufen sind. Aber für die Tourissmusindustrie ist es eine Katastrophe. Unsere Guide beim Reiten sagte uns, in normalen Jahren hätte sie am Tag 50 – 60 Reiter. In 2020 seien es am Tag 5 oder 6. Eine Gruppe besteht normal aus 10-12 Reitern. Wir waren zu zweit. Angenehm, aber nur für uns.

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Heute sind wir am Vatnajökull und seinem Gletschersee. Das ist der größte Gletscher Islands und ein Nationalpark. Der Campingplatz hier ist irgendwie für 800 Leute ausgelegt und darf aufgrund Covid19 nur 100 beherbergen. Irgendwie gespenstisch. Aber nicht unangenehm. Hat man doch jede Menge Platz.

6ter Tag Sonne
Morgen geht’s zum Island-Pony-reiten
Dont call it pony. Die Isländer können es wohl nicht leiden, wenn man ihre Pferde Pony’s nennt.
Aber das sind sie nun mal!


























